KPVG #19 - Die Kartoffel: Von den peruanischen Anden in jede Küche Europas
Shownotes
Einsteigen und Schätzen: Intro und die traditionelle Schätzfrage der Folge zum Einranken des Wissens über die weltweiten Erntemengen der Knolle.
Giftmischen in den Anden: Wie die Inkas tödliche Wildpflanzen durch essbaren Ton und gefriergetrocknetes Chuño zur Marschverpflegung ihres Reiches machten.
Gefälschte Denkmäler und falsche Helfer: Warum Francis Drake fälschlicherweise zum Kartoffelpionier gekrönt wurde und wieso die Knolle längst in Krankenhausküchen lag.
Königliche Hunde und der Kartoffelkrieg: Wie Friedrich der Große an wählerischen Vierbeinern scheiterte und 38.000 Soldaten in einem Krieg ohne Schlachten starben.
Das Trauma von Irland: Wie eine gnadenlose Monokultur, tückische Pflanzenkrankheiten und brutale britische Gesetze Millionen Menschen ins Elend stürzten.
Berliner Aufstände und der Amikäfer: Wie der Mangel 1847 die preußische Hauptstadt erschütterte und die DDR im Kalten Krieg Jagd auf angebliche US-Insektenwaffen machte.
Du hast Feedback, Themenvorschläge oder sonstige Anregungen für Josh & Max? Dann schreib' einfach eine Mail an: joshua.friedel@content-21.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Schließt eure Augen und stellt euch vor.
00:00:03: Ihr seid neun Jahre alt, lebt in einem Lebenhaus im Westen Irlands.
00:00:09: Ihr seit zu siebten in einem Raum.
00:00:11: Und du hast in deinem ganzen Leben an jedem einzelnen Tag zu jeder Mahlzeit dasselbe gegessen – Kartoffeln!
00:00:18: Morgens kartoffeln, Mittags kartofflen, abends kartoffelen.
00:00:21: Dazu wenn es gut läuft ein Becher Milch.
00:00:24: Das klingt nach Elend ist aber keins gewesen.
00:00:27: Deine Familie war satt.
00:00:28: Dieses Land ernährte auf einem winzigen Stück Acker eine ganze Familie und die irische Bevölkerung war in hundert Jahren auf über acht Millionen Menschen gewachsen.
00:00:37: Die Kartoffel hat das möglich gemacht!
00:00:39: Und dann, im Spätsommer geht ein Vater raus aufs Feld und die Blätter sind schwarz – er griebt eine Knolle aus und sie zerfällt ihm in der Hand zu einer stinkenden Masse.
00:00:48: Er griept die nächste und die nächste….
00:00:50: und über ganz Irland tun in derselben Woche hunderttausend Menschen genau dasselbe.
00:00:55: Das ist nur einen Einblick in die Geschichte der Kartoffeln Der Pflanze, die Europas Bevölkerung explodieren ließ und dem Fall in der Geschichte, indem eine Gesellschaft fast daran gestorben ist.
00:01:29: Matrose, wenn dich das Abenteuer erhaltsst dann komm auf unser Schiff.
00:01:33: Wenn unsere Segel sind gesetzt
00:01:35: für eine Reise in das unendliche Meer der Geschichte.
00:01:40: Und damit willkommen zurück bei keinem Plan von Geschichte.
00:01:42: Ich bin wie immer der Max und wie immer auch sitzt neben mir virtuellen der Josh.
00:01:48: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer!
00:01:51: Hallo Max
00:01:52: Grüß dich Ja auch hallo natürlich an alle Zuschauer wieder die immer mehr werden.
00:01:58: Da bedanken wir uns natürlich bei jedem Einzelnen, der uns verfolgt und auch zuhört.
00:02:03: Das freut uns sehr und motiviert uns Woche für Woche hier immer wieder eine neue Geschichte zu präsentieren.
00:02:10: Und Max, da möchte ich kurz einhalten?
00:02:11: Ja gerne!
00:02:13: Also wir wachsen wirklich sehr
00:02:15: stetig.
00:02:15: Der zahlen wir.
00:02:16: Ja, kau raus.
00:02:18: Wir haben jetzt die zweitausend Streams überschritten insgesamt auf alle Folgen.
00:02:23: Und ja so pro Tag... Jubel gönnen sich zwanzig bis fünfzig Leute irgendwelche Folgen von uns, was ich schon ganz schön beachtlich finde.
00:02:30: Weil jetzt sind es nicht mehr nur Bekannte schätze ich
00:02:35: mal.
00:02:35: Genau richtig!
00:02:36: Also jeder der zuhört und einschaltet viel schönen Dank.
00:02:39: Ich glaube irgendwann müssen wir uns auch mal aufhören jede Folge uns zu bedanken.
00:02:44: aber wir sind noch an so einem Punkt wo wir das auf jeden Fall machen.
00:02:47: also...
00:02:47: Ja unsere Sterne-Bewertung helfen wir
00:02:49: heute.
00:02:49: Richtig, richtig, richtig kann man immer mal dazu sagen.
00:02:52: ja für alle die neu dazugekommen sind.
00:02:55: Diese Woche bin ich wieder dran.
00:02:56: Ich habe ein Thema vorbereitet, der Josh weiß nichts davon.
00:02:59: Er kriegt am Anfang eine Schätzfrage gestellt... ...zu Kartoffeln?
00:03:03: Genau zu Kartoffel!
00:03:05: Die entscheidet ob er seine Punkte behält also die vereinfacht sage ich, ob er sie halbiert wenn er ganz weit daneben liegt dann kriegt er eine df in der Punktzahl oder sie verdoppelt oder ob er die dreifache Punktzahl bekommt.
00:03:18: Jetzt werden wir gleich feststellen Nicht aufholen kann, sondern davon ziehen kann.
00:03:26: Genauer steht nämlich siebenhundfünfzig zu siebhundert für den Niosch
00:03:29: und wir sind in der neunzehnten Folge.
00:03:31: das heißt dieser nächste Folge geht es aber wirklich um alles.
00:03:35: also wenn du diese Woche abräumst dann könnte es für mich schon schwierig werden in der nächsten Woche und könnte für mich die zweite Bestrafung bedeuten.
00:03:44: aber mal schauen wie viel über die Kartoffel und alles was da rum passiert ist weißt.
00:03:52: Also wenn ich jetzt bei dem Thema Kartoffel richtig reinscheiß, kriegst du stimme Backtreife vor meinem Opa.
00:03:59: Ja!
00:03:59: Mal gucken.
00:04:00: Dann müssen
00:04:01: wir alles über die Kartoffeln erklärt, da hätte die nämlich im Garten.
00:04:04: Dann sind wir mal gespannt ob es geht.
00:04:06: aber... Wenn der viel biologisches gesagt hat über die Kartoffel dann bringt's dir nicht viel weil das hat alle geschichtlichen Zusammenhang.
00:04:17: Ja, mal gucken ob da die eine oder andere Bauernweisheit.
00:04:20: Noch tiefer und mehr schlimmer.
00:04:21: Wichtig!
00:04:31: Erdapfel ist ja dann schon wieder so Richtung Österreich und so.
00:04:34: Deswegen bei uns die Kartoffel.
00:04:35: wir bleiben dabei.
00:04:37: Ich habe mir für die Folge etwas überlegt Denn ich gebe dir fünf Zahlen vor Eine für jeden Teil.
00:04:43: Immer wenn wir ein Abstand durch haben, löst sich eine auf und am Ende legen wir alle fünf nebeneinander.
00:04:48: Zahl eins, zehntausend, neunhundert, zahl zwei, fünftzehnhundert dreiundsiebzig, zahlldrei, fünfzehn, zahr vier, eine Million und die Zahl fünf – die kürzeste Null.
00:05:02: Jetzt könntest du mal raten was die Zahlen bedeuten aber ich glaube das würde den Rahmen der Folge sprengen.
00:05:10: Also Null ist die Anzahl der Bestrafungen, wie ich bisher machen muss.
00:05:14: Sehr gut!
00:05:15: Schau dir das die Einzelne dabei ist.
00:05:17: Ich sage nur so viel dazu.
00:05:18: Einer davon ist ein Alter.
00:05:20: Eine ist ein Jahr in dem jemand eine Rechnung geschrieben hat.
00:05:23: Eine isst die Zahl der Befehle eines Königs.
00:05:25: Eine sind Menschen, die gestorben sind und die Nullis die Zahl beweise für eine Behauptung mit der wir diese Folge bennen.
00:05:32: Da hast du dir aber zum Thema Kartoffel Ganz schön was einfallen lassen.
00:05:37: Richtig,
00:05:38: ganz mal gespannt wie du die Story
00:05:39: aufziehst.
00:05:39: Ich war sehr begeistert von der Kartoffel muss ich sagen.
00:05:43: Aber es ist auf jeden Fall ein wichtiger Bestallteil unserer Geschichte.
00:05:51: Wir kommen aber zu Schätzfagiöschen eine Zahl aus der Gegenwart bevor wir in die Vergangenheit reisen damit Du weißt über welche Pflanze wir hier reden.
00:05:59: Die Kartoffeln wächst heute auf rund siebzehn Millionen Hektar In über Hundert Fünfzig Ländern.
00:06:04: Wenn man nur erzählt, was Menschen direkt essen ist hier nach Reis und Weizen die drittwichtigste Nahrungspflanze der Welt.
00:06:11: Meine Frage dazu?
00:06:12: Wie viele Millionen Tonnen Kartoffeln erntet die Welt in einem Jahr?
00:06:17: Boah!
00:06:17: Die
00:06:18: Welt?!
00:06:20: Bei Deutschland nimmt man sich ja noch irgendeinen schlechten Rechen okay... Die ganze
00:06:23: Welt, jo?
00:06:26: Ich behaupte jetzt mal einfach.
00:06:27: also irgendwie muss ich reingehen.
00:06:31: Ich gehe jetzt mal von mir aus.
00:06:32: Wie viele Kilo Kartoffeln esse ich im Jahr?
00:06:35: Ich sage mal jeden dritten Tag, gibt es irgendein kartofliches Produkt?
00:06:39: Sieht bei mir ähnlich aus!
00:06:41: Schauen wir mal hunde... Ich sag fünfzig bis seventyfünf Kilo mache ich pro Jahr weg an Kartoffel.
00:06:50: Ich klingt das jetzt viel.
00:06:54: Das ist deine Einschätzung.
00:06:56: So jetzt sage ich Die Hälfte der Welt ist Regelmäßigkeit hoffnen.
00:07:01: Also sag ich jetzt einfach mal, die eine Hälfe ist eher reisbasiert.
00:07:08: Und jetzt muss ich noch drei Komma fünf Milliarden Mal siebzig Kilo und dann das ganze auf Millionen runterbringen.
00:07:18: Aber ist es
00:07:18: Ton oder Kilo?
00:07:19: Tonnen!
00:07:20: Wir sind bei Tonnen.
00:07:22: Okay... Dann sage ich Boah, ich hab gar keine Ahnung.
00:07:38: Also die Herleitung war schon ganz gut?
00:07:40: Ja aber ich kann es nicht rechnen!
00:07:42: Ich sage jetzt einfach mal zwei Millionen Tonnen.
00:07:51: Dafür halbierst du deine Punktzahl für diese Folge.
00:07:55: das sind dreihundert neunzig Millionen Tonne die auf der Welt jährlich produziert werden.
00:08:01: Stammt im Jahr, auf jeden Menschen dieses Planeten verteilt sind das knapp achtundvierzig Kilo im Jahr.
00:08:06: also du warst mir deine Rechnung gar nicht so schlecht nur dass die für die gesamte Menschheit gilt.
00:08:14: ja ich fand es auch eine brutale Zahl also
00:08:16: mit fünfzig mal drei Komma fünf Milliarden durch tausenden Problemen.
00:08:24: Ja sorry Josch aber da musste dann.
00:08:27: Für mich ist es natürlich gut, musst du dann auf jeden Fall bei den Fragen absahnen damit du ein bisschen davon ziehen kannst.
00:08:35: Ja also wie gesagt auf dem Menschen verteilt sind das knapp achtundvierzig Kilo pro Person pro Jahr und der größte Produzent davon isst nicht Deutschland, Nicht Irland, Nicht Peru sondern mittlerweile China mit fast ninety fünf Millionen Tonnen Ein Viertel der Welternte Wo wir gleich dazukommen, wo sie herkommt aus nämlich Peru und die Gegend.
00:09:00: Da denkt man ja da ist das meiste davon aber mittlerweile ist China der größte Produzent der Kartoffeln auf der Welt.
00:09:07: Wieso bei allem ist China weit vorne mit dabei?
00:09:13: Wir sagen an Josh!
00:09:14: Wir reißen zurück in der Zeit.
00:09:16: Zahl eins war zehn tausend neunhundert wenn du dich erinnern kannst und die steht für Jahre.
00:09:21: Wir sind am Titikakasee Auf der Grenze zwischen Peron und Bolivien, knapp viertausend Meter über dem Meer.
00:09:27: Und dort haben Archäologen an Steinwerkzeugen Reste von Wildkartoffeln gefunden.
00:09:32: Zehntausend neunhundert Jahre alt!
00:09:34: Also das erste Mal wo wir mit einer Kartoffel Art – ich sag ganz wohl Kartoffell-Art weil es waren noch nicht die Kartoffeln wie wir sie jetzt kennen aber mit der Wildkarte in Verbindung gebracht werden, die Menschheit.
00:09:45: Da war in Europa die letzte Eiszeit gerade abgeklungen.
00:09:48: ehrlich dazu gesagt das beweist, dass Menschen dort wie ich gerade eben gesagt habe Wildkartoffeln verarbeitet haben nicht dass sie gleich auch da welche angebaut haben.
00:09:56: Wann die Züchtung anfingen weiß niemand genau also können wir nicht genau festlegen.
00:10:00: sicher ist nur wo?
00:10:02: Die Kartoffel wurde einmal zur Nutzpflanze Also hat nur einmal quasi eine Domestizierung hinter sich gehabt und zwar in Südperu.
00:10:10: Jede Pommes jeder Klos jede Chippstüte und alles was wir mit Kartoffeln herstellen Auf diesem Planeten geht auf diese eine Gegenzug.
00:10:17: Finde ich schon relativ...
00:10:18: Die Urkartoffel sozusagen?
00:10:19: Die Ur-Kartoffeln, genau!
00:10:21: Also die gibt ja, wie wir später noch dazukommen, zigtausende verschiedene Arten.
00:10:27: aber die Kartoffel so wie sie heute kennen ist dort entstanden.
00:10:31: Shoutout Peru!
00:10:33: Shout out Peru!
00:10:34: Sonst hätten wir ein ganz großes Problem ohne die Kartofel, die wir gleich noch feststellen werden.
00:10:38: Aber erst mal zur Wildkartofel Denn die Wildkarte ist keine Kartoffele Wie wir sie kennen.
00:10:43: Die Wildkartoffel ist ein Giftköder, war also noch ziemlich ungenießbar zu der Zeit.
00:10:47: Wild Kartoffeln stecken voller Bitterstoffe, grob das Zehnfahre dessen was heute in einer Supermarktkartofel steckt.
00:10:53: Sie schmecken wie zerkautisch Kopfschmerz-Tabletten und den Menge machen sie sich leider krank.
00:10:58: Also nix... Was uns jetzt viel hilft.
00:11:01: Und jetzt das eigentliche Problem Kochen hilft nicht Diese Stoffe überlebenden Topf.
00:11:06: Du kannst eine bitterer Kartoffel eine Stunde lang kochen und sie bleibt giftig.
00:11:10: Also auch das hat nichts gebracht.
00:11:13: Deswegen stellt euch mal die Lage vor, da liegt eine Pflanze, die in dieser Höhe mehrere Menschen ernähren könnte als alles andere.
00:11:21: darum weil man sie halt im Boden vergraben kann.
00:11:24: Aber es ist leider ungenießbar und vorher löst das Problem nicht.
00:11:27: Wir reden dabei aber über Menschen ohne Schrift, ohne Labor, ohne Chemieunterricht Und die haben's aber dann Gott sei Dank gelöst auf drei Wege gleichzeitig.
00:11:40: zu diesen Wegen kommen wir nun.
00:11:42: Also ich
00:11:43: sage jetzt mal, die haben schon ... Sie sind nicht domestiziert.
00:11:46: Die haben schon Potenzial in dieser
00:11:48: Pflanze gesehen.
00:11:49: Genau richtig weil es halt eben vorher war ja alles überirdisch angebaut oder das meiste was Nahrungsmittel betrifft und das konnte man unterirdisch einbauen hat In dem Bereich wo sie gelebt haben, in den Anden Peru und alles war natürlich auch kalt als einziges Nahrungsmittel irgendwann gedient.
00:12:10: und das war quasi der Weg, wie sie dazu gekommen sind.
00:12:14: Und am Anfang haben Sie halt schon gemerkt okay gut wir haben hier was was in Boden gebaut werden kann.
00:12:18: Was wir umso öfter wir es anbauen wo ich gleich dazukomme mildern können.
00:12:23: Das ist dann der erste weg gewesen denn Weg eins war die Züchtung.
00:12:26: über Jahrtausende immer die mildere Knolle weiter pflanzen ist ja schlau aber Und das finde ich die interessanteste Wendung, nicht überall.
00:12:34: Weil die haben auch gesehen okay gut hier funktioniert es, hier funktioniert er.
00:12:37: In den höchsten kältesten Lagen haben die Bauern absichtlich weiter die bitteren Sorten gezogen weil sie frostfest sind.
00:12:44: Geschmack war ihnen weniger wichtig als überleben ist auch irgendwo sinnvoll und die Entgiftungen haben sich dann eben in die Küche verlegt also quasi halt abgeschnitten die die teile, die unverzerber waren und so kleine knödel rausgeholt.
00:12:58: Also man kann mal wildkartoffeln googlen das sind so körtel, wie ihn dir aus?
00:13:04: Kannst du den Michel
00:13:05: auch nicht so groß?
00:13:06: Ne ne ne!
00:13:06: Das ist ein ganz ganz klein.
00:13:09: Man kann dich immer noch
00:13:10: kaufen.
00:13:11: Ist es so ein Ding wenn man jetzt eine Wildkartofel sieht und sich dann die heutige Supermarkt-Kartoffel anguckt?
00:13:16: und manchmal hat man ja in seinem Sack so eine Kartoffel drin, die fast eine Melone ist.
00:13:21: Und worauf ich hinaus will, die haben das Ding so hoch gezüchtet wie der Vergleich Wolf zu...
00:13:29: Ja genau!
00:13:30: So kann man das gut vergleichen.
00:13:32: Also das war quasi was Ungenießbares.
00:13:34: Das haben sie festgestellt aber haben halt auch festgestellt okay gut wir können es vielleicht für uns nutzen weil's im Boden wächst und haben dann halt durch eben Weg eins Züchtung immer mildere Knollen verpflanzt und dadurch halt dann auch irgendwann die Esbaren.
00:13:49: Aber die waren halt Zu dem Zeitpunkt, so wie du es richtig schon festgestellt hast, waren die noch ganz klein und haben halt sahen nicht so aus wie unsere.
00:13:55: Und über die Zeit, ich muss dir gereift sind, wenn man so schnell sagen kann, wurden sie dann irgendwann mal so groß wie sie bei uns sind.
00:14:03: Aber das hat gedauert!
00:14:05: Das hat gedauert.
00:14:05: Wir sind ja noch gerade zehntausend neunhundert Jahre in der Vergangenheit, also wissen wir ja gar nichts eigentlich.
00:14:12: Also zu dieser Zeit ist ja... geschichtlich gesehen noch nicht viel bewiesen, aber wie gesagt archäologische Ausgrabungen haben in der Gegend halt einfach da.
00:14:24: Domestizierte Kartoffeln gefunden?
00:14:27: Richtig ganz genau an alten Werkzeugen.
00:14:30: Ok.
00:14:32: Womit wir zu Weg zwei kommen und Weg zwei ist gleichzeitig auch meine Frage Josh wir befinden uns auf viertausend Metern.
00:14:41: du hast eine bittere giftige Knolle und kochen bringt nichts.
00:14:44: Es gibt ein Verfahren, dass die Menschen dort seit Jahrtausend benutzen.
00:14:48: Übrigens heute auch noch benutzt wird?
00:14:50: Wie machst du diese Kartoffel esbar?
00:14:52: A – Sie kochten sie in mehreren Wassern hintereinander und gossen das bittere Kochwasser jeweils weg.
00:14:59: B – Sie vergruben sie mit Asche in Erdgruben wo sie über Wochen fermentierten C – Sie tauchten jeden Bissen in eine Schlemme aus essbaren Tomen der die Bittersstoffe bindet.
00:15:10: D. Sie verfüttern sie zuerst an mehr Schweinchen und Asen nur die Sorten, die die Tiere vertrugen.
00:15:18: Alles wahrscheinlich!
00:15:19: Weil so viel ich weiß ist sind mehr Schweinkinder auch aus dieser Gegend?
00:15:26: Also was Quatsches ist A?
00:15:27: weil du sagst ja Kochen bringt nix und A ist dann quasi die Kochens dreimal also das halte ich für eine Quatsche Antwort.
00:15:34: Also am sympathischsten war mir das Erde vergraben.
00:15:39: Sie vergruben
00:15:39: sie mit Asche in Erdproben, wo sie über Wochen fermentierten.
00:15:43: Das halte ich für am wahrscheinlichsten da... Ich weiß das sind Südamerika.
00:15:49: das generelle Ding ist Sachen zu vergraben und die so indirekt zu kommen.
00:15:55: Und ich hoffe jetzt einfach mal dass es vielleicht seinen Ursprung mit der Genießbarkeit der Kartoffel hat.
00:16:04: Ja leider nicht!
00:16:05: Denn SSC Es war der Ton.
00:16:08: Die Menschen haben ein Gift essbar gemacht, indem sie Erde mitgegessen haben und das ist keine Verzweiflungstat, dass es eine Technik bestimmte Tone aus bestimmten Lagerstätten gehandelt und verkauft.
00:16:18: Wenn du heute auf einen Markt in Puno gehst, liegt das Zeug da noch Also wird immer noch genutzt.
00:16:24: Kommen wir auch gleich dazu wie das Ganze dann mehr wurde Und auch einen bestimmten Namen dazu bekommen hat.
00:16:33: Aber erstmal kommen zu Weg drei.
00:16:35: Den.
00:16:36: Da muss ich sagen, also... da waren die uns krass voraus wenn wir sagen das ist hier schon zehntausend neunhundert Jahre her.
00:16:45: Sie hatten die High Protein-Kartoffeln?
00:16:47: Ja fast!
00:16:48: Fast denn Weg drei Das Problem Kartoffeln faulen.
00:16:53: Wenn du ein reich über tausende Kilometer Gebirge verwaltest Ohne Rad ohne Schrift und ohne Kühlschrank musst Du Vorräte lagern können Für schlechte Jahre und für die Armee.
00:17:02: Die Lösung heißt Junior.
00:17:04: Man legt die Knollen Nachts in den Frost, mehrere Nächte hintereinander.
00:17:08: Tagsüber knallt die Sonne drauf und man tritt mit den Füßen das Tauwasser heraus.
00:17:13: Dann trocknet man den Rest.
00:17:15: Was übrig bleibt ist steinhart federleicht und jahrelang haltbar.
00:17:18: In der Literatur werden bis zu zwanzig Jahre genannt Das ist Gefriertrocknung.
00:17:24: Ach sie haben quasi mit deiner Natur einfach gefriertrocknet.
00:17:27: Genau also die großen Produkte die wir jetzt in Supermärkten sehen da gibt's ja immer diese dreinhalb Grammbags Friertrocknet und allem drum und dran.
00:17:37: Ja, bei
00:17:37: der Korodrogerie zum Beispiel.
00:17:39: Keine Werbung?
00:17:39: Geht
00:17:40: auch eine andere Drogerie.
00:17:43: Aber ich
00:17:44: weiß nicht, dass die das verkaufen.
00:17:45: So gefriertrocknete...
00:17:47: Wird jetzt bestimmt... Für Kilo Beutel
00:17:48: Bananenchips oder so wird
00:17:49: heute wahrscheinlich sehr viel Effizienter eingestellt aber damals ohne Schrift, ohne alles Drum und dran, nur mit Nachtfrost- und Fußarbeit.
00:17:58: Aber jetzt hast du
00:17:59: mal einen Moment vorstellen wie diese Kartoffel schmeckt weiß ich nicht ob das ein Genuss
00:18:03: ist.
00:18:03: Also wir reden ja auch hier über das Überleben.
00:18:06: Nicht über den Genuss sondern übers Überleben.
00:18:08: da war ja noch nicht so dass das supermarkt um eck ist sondern man muss sich doch alles irgendwie selber aus dem Boden in dem Fall herausziehen.
00:18:17: Ja im wahrsten Sinne des Wortes.
00:18:20: Und davon von diesem ganzen Spaß gibt es zwei Varianten.
00:18:24: und da schließt sich nämlich dann der Kreis für die helle Sorte auf Aymara-Tunta genannt, legt man die gefrorenen Knollen zusätzlich wochenlang in fließendes Wasser.
00:18:34: Und genau diesen Wässern machte die bitteren Frostsorten erst essbar.
00:18:39: Also quasi wurde dann nochmal gefiltert.
00:18:41: Das muss jetzt durchgelaufen
00:18:42: werden... Da musste die Kartoffel ganz schön peinigen damit sie nicht mehr gekommen
00:18:46: war.
00:18:46: Genau richtig!
00:18:47: Also das war eigentlich hätte man keine Ahnung wahrscheinlich heutzutage schon aufgegeben Aber es war halt die einzige Möglichkeit, dort zu überleben.
00:18:57: Deswegen mussten sie eine Lösung finden.
00:19:00: und auch interessant wie das wieder entdeckt wurde.
00:19:02: Ich glaube da hat irgendjemand mal aus Versehen irgendwas draußen liegen lassen und dann gemerkt hörte es sehr haltbar.
00:19:09: Ja wahrscheinlich aber Züchtung Ton und schließendes Wasser Das sind die drei Verwaren die quasi eine Giftspflanze zu einem Grundnahungsmittel gemacht haben.
00:19:17: Also einmal ein Ton tunken einmal mild züchten und einmal Frost, also gefriertrocknen und dann fließendes Wasser durchlaufen lassen.
00:19:27: Also schon eigentlich ein ziemlich aufwendiges Ding wenn man sich das mal überlegt.
00:19:32: Aber eben diese Junior oder auch Kartoffel in Gefriertrockenungsform war die Marschverpflegung der Inka-Häre.
00:19:40: Ein Geograph hat mal argumentiert dass die kalten Nächte des Hochlands eine Voraussetzung für den Ausstieg des inkarreiches waren einen Imperium gebaut auf gefiertrockneten Kartoffeln.
00:19:51: Das war jetzt ein bisschen überspitzt aus die Kartoffel ausgelegt, aber es war bestimmt mit Grund warum.
00:19:57: Die vielleicht ein bisschen mehr Energie hatten als ihre Kontrahenden.
00:20:00: Ja in Deutschland wenn du hier von heute auf morgen die Kartofel verschwinden lässt dann bricht das Land auch zusammen.
00:20:06: Ist halt so ein wundervolles Nahrungsmittel noch ne?
00:20:09: Hat ja fast alles.
00:20:10: Kommt mal später auch noch dazu was der Mensch braucht.
00:20:13: Aber das letzte zu der Sache ist auch ein Teil den man Ja, sowohl du als auch die Zuschauer sich für später mal merken können.
00:20:21: Denn Vielfalt ist ganz wichtig für die Kartoffel!
00:20:24: Die Andenvölker haben nicht nur eine Kartoffe gezüchtet sondern Tausende.
00:20:29: Für jede Höhenlage jeden Hangen geht Boden eine eigene.
00:20:33: Über viertausend einheimische Sorten werden in Peru, Bolivien und Ecuador heute noch angebaut.
00:20:39: Nur mal im Vergleich bei uns im Supermarkt gibt es so ungefähr fünf unterschiedliche Sorten.
00:20:45: Aber
00:20:45: da ist auch Luft nach oben.
00:20:47: Also vielleicht Sorte.
00:20:48: reden wir wie beim Apfel hier von
00:20:50: Luna
00:20:50: Gold oder sonst was.
00:20:51: Genau, von Pink Lady
00:20:52: und alles Mögliche.
00:20:53: Also hier mehlig kochend festkochen und vorwiegend festkoche.
00:20:57: das sind das die Arten?
00:21:00: Das sind dann die Eigenschaften der Arten.
00:21:04: Wahrscheinlich gibt es ganz viele ähnliche Arten aber ja es gibt immer wieder Arten die sich in bestimmten Umständen fortpflanzen können Also, mehr werden können oder halt aussterben.
00:21:18: Was denn ihr Ländern noch zum Verhängen ist wird?
00:21:21: Aber da kommen wir später dazu!
00:21:24: Die zweite Zahl war... ... und das war der älteste Beleg für die Kartoffel auf dem europäischen Festland.
00:21:34: Es war kein Königsbrief und auch kein Forschungsbericht.
00:21:37: es war eine ganz stinknormale Rechnung.
00:21:39: Magst du mir die Jahreszahl nochmal sagen bitte?
00:21:42: ... hat eine Weile gedauert.
00:21:45: Ja, ich bin da.
00:21:49: Ich war
00:21:50: da.
00:21:50: Und dann habe ich auch noch ein Kaffee gehabt und jetzt bin ich
00:21:57: wieder in der Nähe gekommen.
00:22:05: Das
00:22:10: ist
00:22:11: nicht das Sangria Haus.
00:22:12: Nein, es heißt Krankenhaus des Blutes übersetzt.
00:22:16: Nicht so toll wie Sangria.
00:22:19: Sieht aber so aus!
00:22:21: Eben dieses Hospital kauft Kartoffel ein für die Kranken und die Armen.
00:22:27: Gewunden hat das einen Wirtschaftshistoriker in den Rechnungsbüchern deswegen die Rechnung also eigentlich Preise erforschte Und ab Fünfzehnundachtzig kaufte dieses Krankenhaus regelmäßig, fast immer im Dezember und Januar.
00:22:39: Das ist der eigentliche Punkt.
00:22:40: Diese Kartoffeln kamen nicht von einem Schiff!
00:22:42: Die wuchsen in Spanien um die Ecke zu erntet sein.
00:22:46: Jaaa... Da
00:22:46: ist es interessant.
00:22:47: Genau!
00:22:48: Also darf
00:22:48: ich raten?
00:22:49: Es gibt gar kein offizielles...
00:22:51: Also
00:22:51: es gibt den echten Punkt, das ist ja immer schwer nachzuweisen in der Geschichte aber das ist halt der erste Beweis dafür.
00:22:57: okay die Kartoffel war ab XY schon da.
00:23:00: War quasi äh Niedergeschrieben, das ist die Gab.
00:23:04: Ja
00:23:04: vom ersten Mal zu der Zeit.
00:23:06: Die Kartoffel kam in Europa also nicht als Sensation an sondern als Armenessen im Krankenhauseinkauf und es war ein großes Problem.
00:23:13: warum?
00:23:14: Noch früher Ende November fünfzehnhundertsechzig gehen von Grand Canaria drei fässer Kartoffeln nach Antwerp zusammen mit Orangen und Zitronen.
00:23:23: Handelswaren eben Obst, keine Kuriosität.
00:23:25: also sie gab es schon aber sie wurden ihre ich wahrgenommen und wurde vom Volk auch eher als armen Essen angesehen und von den ganz Gläubigen sogar noch als ja göttlich schwierige Nahrung weil sehr so giftig ist.
00:23:42: Kam halt alles dazu.
00:23:43: Die Menschen waren doch nicht so gebildet.
00:23:46: Sie
00:23:46: war einfach chronisch underrated Und keiner erkannte die wahre Power, die in der Kartoffel steckt.
00:23:53: Genau, genau.
00:23:54: Namens Puffer-Bratkartoffeln.
00:23:58: Oder Pizza Roma hier Auflauf?
00:24:03: Ja also ich bin auch ganz großer Fan der Kartöffel!
00:24:06: Ich muss sagen... ...ich würde sie sogar jetzt geschmackstechnisch über Reis und Weizenprodukte stecken.
00:24:14: Bei mir persönlich
00:24:15: auf jeden Fall.
00:24:17: Auch eine ganz normale Pelkkartoffel mit Salz Super!
00:24:21: Das soll
00:24:22: ja mal der Satz gefallen, seinen Kartoffeln auf die Eins.
00:24:26: Den würde ich mich auf jeden Fall anschließen.
00:24:28: Einer unserer Superstürmer hat das mal gesagt, ja... Sorry, wir können ja ein bisschen... Aber ja wie du es schon gesagt hast, keiner wusste so wirklich was machen wir jetzt mit den Dingen oder für was benutzen wir sie?
00:24:45: Und wie die Kartoffel in die europäische Wissenschaft kommt, ist eine Kette von Zufällen, die man sich nicht so... Also hätte man sich ausdenken können.
00:24:53: Das war ganz interessant!
00:24:55: Ein genuesischer Bankier fällt ins Wasser und wird gerettet.
00:24:59: Aus Dankbarkeit tritt er ein Orden ein und geht nach Sevilla.
00:25:09: Denn nennt sie auf Reisen mit, und stirbt dort im Februar.
00:25:17: Ein Diener gibt die Knollen an den Stadthalter von Mont weiter und der schickt sie einen größten Botaniker Europas, Carolus Clousius.
00:25:27: Zwei knollen und eine Bäre angekommen am sechsten zwanzigsten Januar.
00:25:33: Das war der Weg bis zum ersten Botanika in Europa!
00:25:37: gefunden hat die Knolle, ne?
00:25:39: Die schöne Kartoffel.
00:25:41: Und der dachte er wird jetzt Spider-Man als er das Ding angeschaut
00:25:44: hat!
00:25:44: Ja, Clusius veröffentlichte den Pflanze sixteenhundert eins in seinem großen Pflanzenwerk.
00:25:49: über ein fast ertrunkenen Bankier einen kranken Gesandten und ein Diener ist die Kartoffeln in die europäische Botanik gelangt.
00:25:56: Und Clusios hat sie nicht nur beschrieben, er hat sie gegessen gekocht im Brühe mit Lambfleisch und Rüben.
00:26:01: also er hat es zum ersten Mal so verarbeitet wie wir uns das auch vorstellen.
00:26:05: In England wiederum baut sie der Apotheker John Gerrardt, in seinem Londoner Garten an und bringt ein Jahr später die erste englische Abbildung.
00:26:13: Auf dem Titelblatt lässt er sich selbst mit einem Kartoffelsweig in der Hand abbilden – der erste Kartoffelinfluencer der Geschichte.
00:26:21: Als Herkunfts schreibt er Virginia!
00:26:23: Das ist aber falsch?
00:26:24: Und aus diesem Fehler wird gleich meine nächste Frage, Josch.
00:26:29: Denn jetzt kommen die Männer… den man die Kartoffel zugeschrieben hat, obwohl sie nichts damit zu tun hatten.
00:26:35: Und einer hat dafür in Deutschland ein Denkmal bekommen!
00:26:37: Achtzehn oder dreinfünfzig stellt die badischen Stadt Offenburg eine Statue vor ihr Rathaus – Ein Seefahrer aus Stein und in der linken Hand hält er eine Kartoffelflanze.
00:26:48: Auf dem Sockel steht dieser Mann sei der Einführer der Kartoffeln in Europa.
00:26:53: Die Offenburger nannten die Figur schnell nur den Kartoffellmann Und es war, soweit man weiß weltweit das erste Denkmal für diesen Seefahrer überhaupt.
00:27:02: Wozu ich zu meiner Frage komme, Josch?
00:27:04: Wem hat die Stadt Offenburg?
00:27:06: Achtzehnhundertdreienfünfzig ein Kartoffel-Denkmal gebohrt!
00:27:09: a.)
00:27:09: Christoph Kolumbus.
00:27:10: als Entdecker Amerikas galt er lange als Pringer aller amerikanischen Pflanzen.
00:27:15: b.)
00:27:15: Francis Drake den englischen Weltumsegler und Freibäuter.
00:27:19: c.)
00:27:19: Walter Rayleigh, dem man die Kartoffeln bis heute in Irland zuschreibt.
00:27:25: Ernan Cortes, der Oberer des Arzt Tegenreichs.
00:27:38: Ach also die Stadt
00:27:39: Offenburg!
00:27:40: Warum bauen die den Statuen von denen los?
00:27:42: Also sag mal, sind wir wieder bei Steuergeldverschwindung.
00:27:46: Ja ja.
00:27:47: Also Kolumbus glaube ich nicht zu lange her.
00:27:53: Cortes war auch so glaube ich um die Zeit Kolumbos aber beide Einführer Drake und Rayleigh, die Namen haben schon einmal gehört.
00:28:05: Drake heißt ja, dass ein Pirat war.
00:28:07: Aber glaub ich war, wer am Freibäuter hast du gesagt?
00:28:15: Ich sag einfach mal Cortez ohne eine Ahnung zu haben!
00:28:18: Es wäre tatsächlich Francis Drake gewesen.
00:28:21: Dieses Denkmal steht nicht mehr.
00:28:22: In den vergangenen Jahren im ersten Kriegsfinder haben die Nationalsozialisten es zerstört weil Drake ein englischer Nationalheld war und England Kriegsfeind.
00:28:31: Eine Statue aufgestellt für eine falsche Behauptung über einen Kartoffel wird zum Opfer des Weltkrieges.
00:28:37: Warum Fall überhauptung?
00:28:38: denn Drake hat fünfzehnhundertsechzig vor der chilenischen Küste tatsächlich Kartoffeln eingetauscht.
00:28:43: Da steht im reisebericht von fünfzehundert sechsten achtzig brachte Er dann gescheiterte englische kodolisten aus amerika heim.
00:28:51: da aus entstand Im achtzehn jahrhundert an die idee er hätte vielleicht Die knolle mitgebracht er habe die knalle mitgebracht wurde aber wiederlegt Einfach durchs datum weil die kartoffel war fünfzechs sieben Sechzehn Fünfzechs Sein seventy.
00:29:02: schon nachweis bei europa Befinde ich gerade auf dem berg hatte dann bis neununddreißig einen Francis Drake da rumstehen, der quasi eigentlich nicht dafür ... ja kann sein sollte die Kartoffel nach Europa gebracht zu werden.
00:29:17: Selbst wenn man es glaubt gab's nicht bessere Leute als den Einführer der Kartoffeln?
00:29:24: Offenburg also in Offenberg alles hinstellen.
00:29:26: Ich meine die Kartofel ist wichtig, ich möchte jetzt nicht runterspielen aber komische... Also ich sag mal so bin jetzt nicht im Statuen Im Statuen-Geschäft oder so, aber die Wahl?
00:29:38: I don't know.
00:29:40: Ja es gibt so ein paar Sachen, die zu Kartoffeln... Also die Leute, die quasi über den Kartoffel entschieden haben, aber gar keinen Anrecht haben für die Kartoffele überhaupt bekannt zu sein.
00:29:52: Da kommen wir noch zum Paar anderen Menschen.
00:29:53: Ein
00:29:54: anderes Thema ist
00:29:54: natürlich
00:29:55: gewesen, wäre es Cortez gewesen dahinten mal ruhig meine Statue bauen können.
00:30:01: Aber der Rayleigh, der andere Genau ähnlich, ne?
00:30:05: Das ist quasi die irische Variante derselben Legende.
00:30:09: Er soll der erste Kartoffel Irlands in seinen Garten in Yorle gepflanzt haben und die Geschichte lässt sich bis... ...Sechzehundertdrei neues zurückverfolgen in ein Protokoll der Royal Society nur weil Rayleigh nie in Virginia hat.
00:30:22: Die Kolonie finanziert aber nie besucht.
00:30:24: trotzdem hat Yorl... ...Zw.A.
00:30:27: sein Allstadt in Rayleigh Quarter umbenannt.
00:30:29: also auch wieder so eine Halbgeschichte.
00:30:31: er hat zwar quasi, ja sie importiert aber war nie dort und hat sie quasi entdeckt.
00:30:39: Er wurde mit fremden Federn geschmückt.
00:30:41: Ja also quasi alle die das so ein bisschen importiert haben wurden dann auch direkt als Erfinder davon gefeiert obwohl es ja eigentlich zehn tausend neunhundert Jahre noch mal zurückgeht.
00:30:51: Aber woher sollen die Leute das wissen?
00:30:53: Gab ja kein Internet.
00:30:55: Ja natürlich!
00:30:57: Vielleicht schreib ich mir auch irgendwann mal irgendwas auf die Fahne, was sich erfunden haben.
00:31:01: Scheinend können wir das wirklich... Also damals haben es wirklich viele gemacht.
00:31:04: Kartoffeln mit Nutella meine Erfindung.
00:31:06: Super Erfindungen!
00:31:08: Das wird echt gut schmecken.
00:31:09: Ich glaube noch, dass wäre gut.
00:31:12: Also, pst, hast keiner gehört, Josch?
00:31:15: Ausbringen.
00:31:17: Dann muss ich noch High Protein drauf schreiben und dann verkauft sie sowieso.
00:31:20: Nur Toffeln nenn' ich die.
00:31:22: Hey, sei ruhig, Joschs.
00:31:23: Es wird immer besser.
00:31:26: Ja.
00:31:26: Wie kommen wir jetzt dazu, dass die Geschichte der Kartoffel etwas besser dargestellt wird?
00:31:34: Nicht dargestellt wie sage ich dazu... Greifbar wird!
00:31:37: Greif-barer wird und auch belegbarer werden.
00:31:39: Also
00:31:39: mich hast du schon voll im Bann gezogen.
00:31:41: Die Historian Rebecca Earle hat das nachgeprüft und ihre Belege sind, dass unromantischste was es gibt.
00:31:49: Steuerakten- und Gartenbücher.
00:31:50: In England wird schon in den Kirchzehnten auf Kartoffeln gestritten.
00:31:56: In einem Dorf in Cornwall heißt es, über den Anbau weltlich sei so seit unvorderlicher Zeit.
00:32:03: Raunschweig schreibt ein Gärtner, die Kartoffel sei so gemein worden, Ja, die Erlasse folgen also der Verbreitung.
00:32:20: Sie lösten sie nicht aus!
00:32:22: Das war auch so lange ein Thema da war eigentlich quasi durch den Erlass kamen dann die Kartoffel zu uns aber gab's Forschung Und die Vorwürfe, die man wirklich in Quellen findet sind erstaunlich banal.
00:32:33: Blähungen stehen im Kochbuch aus Barcelona von seventeenhundertachtundfünfzig und Vatergeschmack.
00:32:38: Das spanische Akademie-Wörterbuch nennt sie siebzehundertsehnteißig.
00:32:41: schon schlicht ein geschmackloses Essen.
00:32:43: Was allerdings stimmt?
00:32:45: Die Kartoffel hat eine unangenehme Verwandtschaft.
00:32:47: Sie ist eine Nachtschattengewächs.
00:32:50: dieselbe Familie wie Tomaten Paprika und Tabak aber auch wie tollkirchen, Bilsenkraut und Stechapfel.
00:32:56: Und das hört sich ja alles schon sehr giftig an, ne?
00:33:00: Und sie hat Solanin in Schale Augen und Keimen.
00:33:04: Ein Detail, dass fast jeder falsch weiß.
00:33:06: Das Grün ist nicht das Gift sondern das Warnschild.
00:33:09: Es heißt die Knolle hat Licht gesehen und dabei bildet sie das Gift.
00:33:13: Das heißt also...
00:33:14: Die
00:33:15: Kartoffel wird erst giftig wenn sie auch mit Licht in Verbindung kommt.
00:33:18: Musste man auch lange nicht!
00:33:19: Ja aber
00:33:20: ohne Licht wird es ja auch nicht so... Achso du meinst die Knolle an
00:33:23: sich?!
00:33:26: Nicht der Samen, sondern die Knolle an sich.
00:33:27: Ist das jetzt dann... Also ich bin in der Meinung dass Grüne von der Kartoffel ist.
00:33:32: äh giftig?
00:33:36: Wenn sie in der Erde ist, ne?
00:33:37: Das Grüne...
00:33:40: Es ist nicht per se dieses grüne Stück giftig, sondern eigentlich die ganze Knole an sich!
00:33:45: Nein, ich meine nicht diese grünen Stücken am Kartoffeln.
00:33:48: Sondern wenn da eine Kartoffele im Boden wächst, dann guckt ja oben ein grünes Stiel raus sozusagen.
00:33:52: Stilblätter und so weiter.
00:33:53: Die sind giftig
00:33:54: Oder?
00:33:55: Die sind diesen, ja.
00:33:56: Die, die da auch nicht essen.
00:33:57: Ja richtig!
00:33:58: Aber quasi wenn dann... Wenn man auf der Kartoffel auch einen grünen Fleck sieht oder so, vielleicht sagt man okay gut, da ist Gift im Spiel.
00:34:07: Da möchte mich jemand umbringen.
00:34:10: Es ist aber, da man ganz kurz ein bisschen weiter ausgeholt, kein rein historisches Problem.
00:34:15: Das zeigt nämlich auch einen Fall von neunzehntneunundsiebzig.
00:34:17: an einer Londoner Jungenschule wurde nach dem Mittagessen acht und siebzig Schüler krank, finde ich schon eine krasse Zahl.
00:34:23: Von Kartoffeln?
00:34:24: Von Kartofeln!
00:34:25: Siebzehn mussten ins Krankenhaus einige hallucinierten Tage lang... Die Ursache war in Sackkartoffeln der über Sommerferien im Lager vergessen worden war.
00:34:34: Ach du schreilige
00:34:36: Da.
00:34:37: einfach mal eine Frage an dich, Josch.
00:34:39: Das ist ganz interessant.
00:34:39: oder generell auch unsere Zuschauer.
00:34:41: was glaubt ihr denn?
00:34:42: welches Lebensmittel würden wir für heute für Teufszeug erklären wenn es neu wäre?
00:34:48: Was könnte uns bei uns sowas auslösen wie damals die Kartoffel?
00:34:53: Boah lass mich kurz überlegen.
00:34:55: Wahrscheinlich wenn's glüht
00:34:58: Weil
00:34:59: eigentlich haben wir schon alles.
00:35:01: Wir haben Energy Drinks die gelb grün und Ja, was aber mal sind und ballern die uns rein?
00:35:10: Schwierig
00:35:10: zu sagen.
00:35:11: Aber es gibt schon verrückte Früchte.
00:35:13: Ja ja ok stimmt.
00:35:16: Wir kennen sie also jetzt wirklich.
00:35:17: ich glaube Ich würde wirklich nur erst einmal sagen okay gut das ist wirklich hier etwas von einer anderen welt wenn Es glüht.
00:35:25: Also in so einem richtigen schimmer hat ich weiß nicht alles andere.
00:35:28: haben wir er schon irgendwie
00:35:29: teufelsfrucht?
00:35:30: dann
00:35:31: Teufels frucht genau.
00:35:33: Ja, damit ist Zahl zwei erledigt.
00:35:35: Die Kartoffel war längst in Europa.
00:35:36: Sie lag in Krankenhausküchen und in Bauerngärten.
00:35:39: Die Frage ist also nicht warum die Bauern so lange gebraucht haben sondern warum die Herrscher plötzlich so scharf darauf waren?
00:35:47: Weil die Kartoffeln extrem gute Eigenschaften in einer Knolle vereinen, jetz ich mal!
00:35:52: Und weil sie halt auch wie gesagt wächst da wo... Da wurde die Sonne nicht hinscheint.
00:35:58: Wie man es so schön sagt
00:35:59: ne?!
00:36:00: Die Zahl drei Für die heutige Folge ist fünfzehn.
00:36:05: So viele Kartoffelbefehle sind von Friedrich dem Großen bekannt – und der erste ist nicht das, was du erwartest!
00:36:13: Neunter April, siebzehntundertwechfünfzig, Pommmern, Hungersnot.
00:36:16: Friedrich lässt eine Verordnung ausgehen.
00:36:18: Bürger- und Bauern sollen sich die Land haben fleißiger im Gartenbau widmen.
00:36:23: Insbesondere Kartoffeln.
00:36:25: Und noch bevor das Ding überhaupt veröffentlicht ist, lässt er eine fure Saatkartoffeln an Bedürftigen verteilen.
00:36:32: Und jetzt die Szene, die für mich alles über dieses Projekt erzählt.
00:36:35: Die Leute hatten so etwas nie gesehen!
00:36:38: Sie wussten nicht was man damit macht.
00:36:39: also warfen sie die Kartoffeln den Hunden vor und die Hunden fragen sie auch nicht.
00:36:45: Das ist der Startpunkt der berühmtesten Kartoffelkampagne der Geschichte Ein König verschenkt Essen und die hunde lehnen ab.
00:36:53: Genau deshalb sehen die späteren Befehle so aus, wie sie aussehen.
00:37:09: Ja, ich hätte es mal
00:37:23: empfehlen das Marketing.
00:37:25: Du musst ja zur Kartoffel erst einmal wissen.
00:37:29: im Zweifel schälen abkochen
00:37:32: hart.
00:37:32: also
00:37:33: ich habe schon meine rohe Kartoffeln reingebissen.
00:37:34: Nicht geil ne?
00:37:35: Nee.
00:37:36: Wird auch ein Hund glaube ich nicht essen und dann
00:37:38: kommt diese mehle gestärke daraus.
00:37:40: und was für einen vollgepappten Mund als Roherkartoffeln.
00:37:46: Nicht so gut, ne?
00:37:47: Deswegen eben, siebzehnhundertsechsemfünfzig geht ein Rundschreiben nach Schlesien.
00:37:51: Die Anpflanzung der Tartoffeln – oh nein das ist kein Schreibfehler!
00:37:54: Das ist die historische Bezeichnung für Kartoffeln.
00:37:57: Einfach nur einen Buchstabe ersetzt, die Tartuffel.
00:38:01: Sei ernstlich anbefolen.
00:38:04: Ein nützliches Erdgewächs für Menschen wie für Vieh.
00:38:07: auf einmal war's super von Erfolg krönt was aber nicht denn ein Jahr später kommt der nächste Erlass Denn die Rückmeldung aus der Provinz war, man weiß nicht wie das geht.
00:38:17: Also liefert der König eine Anleitung mit Rezepten?
00:38:20: Ja klar!
00:38:20: Man wusste nicht.
00:38:21: so wie du eben gerade schon richtig festgestellt hast was will ich mit dem Ding überhaupt anstellen?
00:38:25: Aber wie gesagt da kam dann vom König in der Anleitungen Mischbrot Püree Was übrigens für mich die geilste Form der Kartoffel ist.
00:38:32: Das gute alte Püre mit einer richtig geilen Soße drauf
00:38:37: Ist ja auch bei mir ziemlich weit oben
00:38:40: Und für arme Leute Pelkartoffeln mit Salz
00:38:43: Für mich auch stark.
00:38:45: Finde ich auch stark, haben die armen Leute trotzdem was Gutes zu essen bekommen.
00:38:49: Dazu der Satz, der zeigt, was bräusische Verwaltung wirklich ist.
00:38:52: Anfang Mai sollen die Landdragona nachsehen ob auch Fleiß bei der Anpflanzung gebraucht worden ist.
00:38:59: Ja, das wäre interessant!
00:39:00: Und fahrabredigenden Anbau von der Kanzel mannete sie knollen Prediger.
00:39:05: Was?
00:39:07: Keine List also sondern Behördenpost Kochrezepte und Kontrollbesuche.
00:39:11: Und das hat so mäßig funktioniert.
00:39:13: Als Seventeenhundertsiebzig wirklich eine große Hungersnot kam, öffnete Fiedrich Getreidemagazine.
00:39:19: keine Kartoffelmagazine also.
00:39:21: selbst da hat man nicht auf die Kartoffeln zurückgegriffen.
00:39:24: und jetzt kommt aber der Mann, der es besser gemacht hat.
00:39:27: kein König, kein Bauer nämlich ein Apotheker macht ja auch schon irgendwie Sinn ne?
00:39:32: Und One Augustin Parmentier sind französisch gesprochen.
00:39:37: super ich weiß jetzt halt ob's ein hundert Prozent richtig war aber ich habe mir bestes gegeben.
00:39:41: Militärapotheker später der erste Armee-Apotheker Frankreichs.
00:39:45: Der Mann analysiert beruflich Substanzen, er ist der Fachmann für die Frage ob etwas giftig ist und er wird zum wichtigsten Kartoffellobbyisten Europas.
00:39:54: Obwohl in Frankreich die Gelährten sagen das Zeug macht krank.
00:39:58: Womit wir zur dritten Frage kommen?
00:40:04: Wie kam dieser Pariser Apotheker überhaupt auf die Kartoffeln?
00:40:09: Als französischer Kriegsgefanger in Preußen wurde im siebenjährigen Krieg mit Kartoffeln ernährt.
00:40:13: B., er untersuchte sie im Auftrag der Pariser medizinischen Fakultät, die der Verzerr verschädlich hielt.
00:40:19: C., er lernte sich von spanischen Matrosen kennen, diese als haltbaren Schiffsproviant mitführten.
00:40:24: D., er las den Reisebericht eines Andenreisenden und ließ sich Knollen aus Peru schicken.
00:40:32: Ja alles wieder wahrscheinlich.
00:40:39: Ich gehe jetzt einfach meine Intuition nach, ich assoziere Preußen.
00:40:43: Preußen sagt man auch das war so ein Armee-Staat die man hat nicht mal Bock auf Krieg.
00:40:48: darum halte ich jetzt einfach mal sage ich jetzt einmal das war wegen Kriege in Preußen oder mit Preußen
00:40:53: und da hast du deine erste Fünfzig Punkte vollkommen richtig denn es ist A der Mann der Frankreich die Kartoffel gebracht hat.
00:40:59: Ich
00:40:59: kann's
00:41:02: noch!
00:41:03: Wobei ich habe ja in letzter Folge alle verkackt.
00:41:07: Ja, der Mann, der Frankreich die Kartoffel gebracht hat, hat sie in einer preußischen Kriegsgefangengeschafft kennengelernt.
00:41:12: Damit ist die Kartofel für mich endgültig in Europa angekommen.
00:41:15: Aus Peru angelandet in Spanien im Bauerngarten in Braunschweig beworben von einem preußischem König und da Paris gebracht von einem französischen Kriegesgefangenen.
00:41:23: Also schon echt eine krasse Reise, ne?
00:41:27: Und was Parmentier dann macht, ist besseres Handwerk als alles Preußische.
00:41:32: Er arbeitet wie ein PR-Mann.
00:41:33: Seventeenhundert achten siebzig gibt er ein Abendessen mit Benjamin Franklin am Tisch bei dem angeblich zwanzig Gäste serviert werden
00:41:41: alle
00:41:42: Mit Kartoffeln also mit Kartoffel gerichten.
00:41:45: Beste Entscheidung ever weil der
00:41:47: kommt noch auflistung was da gegessen wurde an dem tag?
00:41:50: Nee leider nicht das wissen wir nicht genau aber es waren anscheinend Angeblich ist ja auch wieder Nicht belegt leider.
00:41:56: Zwanzig gänge die alle was mit kartoffeln zu tun hatten Kannst du mal vorstellen, ne?
00:42:00: Also wie in einem High Class Restaurant wo man dann immer die Miniportionen gibt.
00:42:04: Aber alle hatten eine Kartoffelbasis.
00:42:08: Ja ich wäre auch gern an dem Abend am Tisch gesessen und es gibt ja auch wirklich kein Kartoffelngericht was nicht gut ist.
00:42:16: Das kann man wirklich alles drüber hauen das ist geil!
00:42:24: Die einfache Kartoffel ist auch auf der eines.
00:42:27: Ich könnte jetzt wirklich frisch gekochte Kartoffeln, ich bräuchte mal Salz dazu, könnt ihr einfach...müsste ja nicht mal Pellen um ehrlich zu sein.
00:42:32: Könnt ihr mit Schale einfach so verzehren hätte ich nichts dagegen.
00:42:38: Aber Mitte der Seventeen oder Achtziger überreicht er Ludwig dem Sechzehnten Kartoffelplyten die da König sich ins Knopfloch steckt.
00:42:45: Und er bekommt ein Feld am Pariser Stadtrand, das er tagsüber von Soldaten bewachen lässt und nachts unbewacht.
00:42:50: Was bewacht wird muss wertvoll sein!
00:42:52: Dachten die Pariser klauten die Knollen und bauten sie selbst an.
00:42:55: Also sehr
00:42:56: schlauer Mann.
00:42:57: Sehr schlau.
00:42:58: Also quasi wirklich die Kartoffel benutzt ... Das verrufene Produkt hat es den wichtigsten Menschen oder sehr wichtigen Menschen der Welt gegeben.
00:43:07: Hat die damit dann noch ja ablichten lassen... ...ziehungsweise malen lassen
00:43:15: Halt ja extrem genial,
00:43:18: was bewachen zu
00:43:18: lassen.
00:43:20: Und einfach so ein Wert zu erzeugen oder so eine Fallhöhe aufzubauen?
00:43:27: Was ist das?
00:43:28: Was bewachen die da?
00:43:29: Das muss ja etwas Besonderes sein.
00:43:31: und dann in der Nacht klauen die Leute sich selber und bauen es an.
00:43:35: Ja aber wir müssen dazu sagen denn... Es gibt einen kleinen Haken an der ganzen Sache.
00:43:41: Die Geschichte wird zum ersten Mal in einem Nachruf von eighteenhundertvierzehn erzählt, ein Jahr nach Parmentiers Tod.
00:43:48: Geschrieben von einem Kollegen der ihn ehren wollte.
00:43:50: also wie viel da jetzt Zufall war und ja wissen wir nicht.
00:43:56: aber wenn er es so geplant hat
00:43:58: Super genial!
00:44:00: Genialer Mann!
00:44:01: Ja zeitgenössisch belegt ist sie nicht.
00:44:03: Und im neunzehn Jahrhundert wandert eben diese Geschichte Diese französische Nachruffgeschichte nach Deutschland und wird friedlich angeheftet.
00:44:11: Nicht mehr Friedrich der Große, sondern Friedrich irgendwas.
00:44:14: Ich weiß nicht welcher einer der friedrische.
00:44:19: Entgültig festgeklopft von einem Gemälde von achtzehnhundert sechsten Achtzig das den König zeigt wie er persönlich die Kartoffelernte inspiziert.
00:44:27: Von da an war Friedrich Der kartoffelkönig.
00:44:30: und warum klebt diese Selbe erfundene Geschichte an zwei so verschiedenen Männern, an einem preußischen König und einem französischen Apotheker.
00:44:38: Weil beide Länder dieselbe Figur gebraucht haben!
00:44:41: Die Anekdote erzählt ja nicht dass sie Kartoffel gut ist, sie erzählt das die Obrigkeit klüger war als das Volk.
00:44:47: Das schmeichelt im Staat in Paris wie in Berlin Und sie ist kurz witzig und merkbar.
00:44:51: Die Wahrheit?
00:44:52: Zwei Hundert Jahre Bauerngärten und Rundschreiben mit Kochtsrezepten... ...ist es natürlich nicht.
00:44:57: Deswegen War es nötig, dass quasi der Adel damit auch bestückt wurde?
00:45:03: Damit die Kartoffelsalon fähig wurde.
00:45:07: Ja ist ja heute in gewisser Hinsicht immer noch so bei manchen Produkten.
00:45:11: also ich sage manche Produkte sind so gut das sie von selbst überzeugen aber es gibt ja noch genug was... Also du kannst ja im Prinzip gibt's ja schon Leute die das ausprobiert haben der.. Ich glaube Gleit geht in eine Hautcreme-Dose verpackt,
00:45:27: habe sein
00:45:28: Influencer geschickt und gesagt macht mal Werbung für meine Hautcrem.
00:45:33: Obwohl da Gleitgeld drin war Und das Ganze wurde dann tatsächlich gekauft verkauft und beworben.
00:45:39: Ja so Ag unterscheiden wir uns nicht von den Menschen vor ein paar hundert Jahren.
00:45:44: nur andere Mechanismen
00:45:45: Richtig ganz genau und andere Kanäle.
00:45:48: aber sonst ist es eigentlich gleich geblieben.
00:45:52: Aber trotzdem liegen auf beiden Kräbern heutzutage immer noch Kartoffeln.
00:45:59: Das ist auch ein Wund von mir, falls er gehen sollte.
00:46:04: Auf Parmentiers Krabel Paris und auf Friedrichskab in Sanzuki.
00:46:08: Ob so rausgesprungen wird weiß ich nicht kann aus Sanzuchi heißen wo Besucher sie an den Steinen legen wie Blumen.
00:46:16: bei dem einen bedankt sich die Nachwelt für eine Tat der Sony begangen hat bei dem anderen für eine Pflanze, die er nicht mal probiert hat.
00:46:22: Ob er sie nicht begangen hat wissen wir nicht genau.
00:46:24: aber dadurch dass es halt jemand war der ihn ehren wollte geben wir mal davon aus das ist vielleicht nicht so ganz... Oder
00:46:29: ein bisschen beschönigt.
00:46:30: Ein bisschen beschöne ich zwar genau richtig und der Friedrich hatte gar keinen Bock auf die Kartoffel.
00:46:33: da hat man selber gegessen Und wird als der Kartoffelpönig in die Geschichte eingehen.
00:46:41: Ja!
00:46:42: Und jetzt noch einen Punkt zur Kartoffeln.
00:46:44: denn äh die Kartofel hat auch einen Krieg der nach ihr benannt ist Und dann passiert fast nichts.
00:47:02: Beide Armeen graben sich gegenüber ein, es kommt zu keiner einzigen Schlacht!
00:47:06: Die Versorgung ist so katastrophal dass ich die Herrre aus dem ernähren müssen was sie in der Gegend finden vor allem Kartoffelfelder.
00:47:22: Klingt jetzt erstmal lustig ist es aber eigentlich gar nicht, denn ein Zeitzeug gebrichtet aus einem Feldlager.
00:47:27: Man habe vielleicht zehntausend Kranke gehabt von denen eine ungeheure Menge starb.
00:47:33: die Bilanz dieses Krieges ohne Schlachten!
00:47:36: Rund neunzehntausend Tote auf jeder Seite fast alle an Seuchen und Hunger.
00:47:42: Also der Kartoffelkrieg war ein Krieg in dem wenig gekämpft wurde aber viel gestorben
00:47:48: durch eben auch die Kartoffel, solche und dadurch damit die irgendwann gemerkt haben oh Scheiße das kommt ja von der Kartoffeln.
00:47:57: Auch Hunger.
00:47:59: Ja blöd.
00:48:00: Blöd!
00:48:01: Aber weil wir halt eben... man hätte es schon wissen können.
00:48:06: Man hätte siebzehnhunderte, siebensebzig schon wissen kann dass die Kartofel was Gutes ist.
00:48:10: aber man hatte kein Bock drauf beziehungsweise ein Teil von Spanien hatte Bock darauf.
00:48:15: Haben die Kartoffeln alle roh gegessen?
00:48:18: Wahrscheinlich schon.
00:48:22: Dann ist es wirklich unwissend.
00:48:25: Oder
00:48:26: sie haben sie gekocht und das war eine Art, die beim Kochen das Gift nicht verliert!
00:48:30: Okay.
00:48:31: Kann
00:48:31: auch sein, ne?
00:48:32: Weil das mit dem Ton haben sie bestimmt nicht gewusst.
00:48:34: und der Seemild
00:48:36: züchten...
00:48:37: Gefriertrocknen!
00:48:38: Ja, gefriertrockenen war bestimmt auch nicht so im Gedanken und Seemilde züchten war auch keine Option.
00:48:44: also kann ich mir sehr gut vorstellen dass es halt einfach ja
00:48:50: blöde.
00:48:52: Unwissenheit war.
00:48:52: genau richtig Ja, und darum wollten starten diese Pflanze.
00:48:58: Nicht weil sie gut schmeckt sondern weil man Getreide anzünden kann und Kartoffeln nicht.
00:49:02: Die liegt im Boden.
00:49:03: Weil eine Bevölkerung die Kartoffel ist größer sein kann als eine die Brot braucht.
00:49:07: Rund ein Viertel des Bevölkerungswachstums der alten Welt zwischen seventeenhundert und nineteenhundert geht auf die Kartofeln zurück.
00:49:14: auch brutal!
00:49:15: Das ist wirklich brutal ne?
00:49:16: Aber genau da liegt auch die Falle.
00:49:19: Wenn eine Pflanze eine Bevölkerung ernährt, die es ohne sie nichts gebe was passiert dann mit der Bevölkerung wenn es die Pflanzen nicht mehr gibt?
00:49:26: Ja hat ein Problem.
00:49:27: Ein Problem und das ist in Irland passiert.
00:49:31: Denn jetzt wird's noch mal ein Stückchen ernster.
00:49:33: Zahl vier ist eine Million und das sind Menschen.
00:49:36: Und ich fange mit einer Frage an die mir vorher nie in den Sinn gekommen ist warum eigentlich Irland?
00:49:42: Warum hängen dort ein ganzes Volk an einer pflanze?
00:49:46: Die Antwort ist kein Naturereignis, sondern ein Rechtssystem.
00:50:01: Also... Die haben
00:50:17: einfach nur Bock, sich gegenseitig auf einen Döts zu hauen.
00:50:20: Ja und auch...
00:50:21: Da will ich das schon wieder hören!
00:50:22: Der Großteil des Bodens war irgendwie ein Wartweis für eine Hand.
00:50:26: Das wird noch interessanter Josh.
00:50:29: Halt dich und haltet euch fest.
00:50:31: Ein Gesetz von den Erbten der Erbden-Dorf.
00:50:41: Jeder bekommt ein Stück.
00:50:42: Jede Generation teilt also die Fläche.
00:50:45: Ganz unten gab es das Conacra System, was es immer noch gibt oder was ein bekannter Begriff ist.
00:50:51: Du pachtest einen Stück Kartoffelacker und bezahlst mit deiner Arbeit statt mit dem Geld.
00:50:56: Und die Pacht läuft immer elf Monate – nicht zwölf, elf Monate reichen für Aussaat-und Ernte aber nicht dafür dass du ein Pechterrecht bekommst!
00:51:06: Also damals schon... Das Ergebnis steht im Zensus von eighteenhunderteinundvierzig.
00:51:12: Rund viertunvierzig Prozent aller Betriebe waren kleiner als zwei Hektar und fünfundsechzigtausend Menschen bewirtschaften weniger als viertausende Quadratmeter, dadurch dass es halt auch so viele Menschen aufgeteilt wurde und halt die Söhne auch manchmal eins sein könnten, die was geerrt haben war halt vieles ungebaut oder halt einfach extrem wenig Platz dafür da.
00:51:35: Und dann gab's Das weiß ich.
00:51:37: Darauf?
00:51:38: Für eine Flurbereinigung.
00:51:41: Nee, das wollte ich jetzt nicht sagen.
00:51:43: Aber Jörg, erzähl mal die Flurberechtigung!
00:51:46: Ne, ich wollte hier gerade nur klug scheißen und ich weiß nicht ob es kam... ...aber ich weiß dass das tatsächlich ein Problem sein kann.
00:51:53: Dass wenn Äcker über Generation weiter vererbt werden und dann sagt man nehm du dir Hälfte oder irgendwann ist es gar nicht mehr im Besitz von landwirtschaftlich aktiven Familien usw..
00:52:03: Das wird wahrscheinlich auch ein Problem gewesen sein.
00:52:04: Und ich
00:52:05: meine.... zu wissen, kommt ja väterlicherseits aus einer Familie die aus der Landwirtschaft kommt.
00:52:13: Das ist nach dem Zweiten Weltkrieg so eine Flurbereinigung gab wo dann quasi darauf geguckt wurde dass vor allem Familien die das auch stemmen können einen Acker irgendwie zur Verfügung gestellt kriegen.
00:52:23: also da wird quasi alles genullt und neu verteilt.
00:52:26: wenn ich das richtig weiß korrigiert
00:52:28: nicht gerne.
00:52:28: Kommt hier später noch ein bisschen zum Vorschein was du gerade eben gesagt hast.
00:52:35: aber Die haben dann relativ schnell festgestellt, dass man auf dieser Fläche kann keinen Getreidekscheid anbauen.
00:52:43: Weil niemand davon satt wird aber eben die Kartoffeln schon und deswegen buxt diese Land wie kein anderes um seventeenhundert etwa zwei Millionen Menschen, achtzehnhunderteinundvierzig über acht.
00:52:56: Das ist krass!
00:52:59: Ja, weil man halt einfach alles hatte durch die Kartoffel.
00:53:02: Man heiratete früh, weil ich früher eine Familie ernähren konnte.
00:53:05: ein Landarbeiter aß rund fünf Kilo Kartoffeln am Tag.
00:53:09: Crazy!
00:53:10: Dazu Buttermilch.
00:53:11: klingt nach Mangel war aber fast vollständige Ernährung ist auch geil also Milch und Kartoffelen und du hast eigentlich fast alles abgedeckt außer Vitamin C.
00:53:19: Ja das ist auch ein Problem aus vergangenen Zeiten mit dem Vitamin C was ja schon drüber
00:53:25: Aber sonst hast du eigentlich fast alles, was du brauchst.
00:53:28: Nimmst ich noch ein paar Eier und perfekt!
00:53:32: Aber dann kommen die Erreger.
00:53:36: Und der ist neun.
00:53:37: Europa Kraut- und Knollenfeule.
00:53:39: Sie kamen mit dem neuen Handel für Saatkartoffeln aus Amerika.
00:53:42: Der erste europäische Nachweis ist Juni, eighteenhundertfünfvierzig in Vlandern.
00:53:47: Ehlern trifft es ab Ende August.
00:53:49: Und das Furchtbare ist Die Geschwindigkeit.
00:53:51: Ein Feld kann in einer Woche kippen Die Blätter werden schwarz Es riecht süßlich faulig und die Knollen zerfallen in der Hand.
00:54:00: Ja, das ist doof ne?
00:54:03: Und jetzt kommen wir mal zum Ablauf denn er ist relativ intensiv, denn da ging nicht über ein Jahr sondern über sieben.
00:54:11: Boah!
00:54:12: Also ja... klingt nach einer schweren Zeit.
00:54:20: Schlimm, aber verkraftbar.
00:54:22: Es gibt Rücklagen und Saatgut.
00:54:40: Die Ernte war trotzdem winzig, weil kaum jemand gepflanzt hatte.
00:54:47: Die Saatkartoffeln waren gegessen, stammen mehr Menschen an TÜVFOS und RUHR.
00:54:51: Das TÜvFOS ist eine ganz intensive bakterielle Erkrankung die auch sehr ansteckend ist und RUR ist eine Darmerkrankungen die ebenfalls anstecken ist.
00:55:03: Ja da und starben die Menschen eher als am Hunger selbst und ab weil sich was an der Situation gebessert hätte, sondern weil ein Viertel der Menschen weg war.
00:55:15: Achtzehnhunderteinundvierzig acht Komma Zwei Millionen Acht Zehneinundfünfzig Sechs Komma FünFünf Millionen Also zehn Jahre Eins Komma Sechs Millionen Menschen
00:55:26: Weg Und ein großer Faktor davon war die Kartoffelfäule einsetzte.
00:55:31: Richtig genau weiß ich einen Land quasi auf eine Art Das war ja das Problem Komme Ich noch dazu Auf Eine Kartoffel also auf Die Kartoffeln festgelegt hat und auch noch auf eine art.
00:55:41: Und jetzt zu der Sache, die aus einem Miss-Ant überhaupt erst eine Katastrophe gemacht hat.
00:55:45: Irland hat nämlich nicht einfach Kartoffeln angebaut.
00:55:47: Irlands hat praktisch EINE Kartoffel angebaut!
00:55:50: Den Lumpa!
00:55:52: Wessrik geschmacklich.
00:55:53: das Letzte aber mit bis zu dreißig Prozent mehr Ertrag auf dem schlechtesten Boden.
00:56:00: Es ging nur ums Ernährung und Kalorien.
00:56:03: genau Wer viertausend Quadratmeter hat und davon sieben Leute ernähren muss nimmt die Sorte mit dem höchsten Ertragen Nicht mit den besten Geschmack macht Sinn.
00:56:12: Jetzt kommt der Teil, der alles erklärt.
00:56:13: Kartoffeln pflanzt man nicht als Saatgut!
00:56:15: Man schneidet ein Stück von der Ernte ab und steckt das wieder in die Erde.
00:56:19: Jede neue Pflanze ist also eine exakte Kopie ihrer Mutter.
00:56:23: Ein Feldlumpa?
00:56:24: Ist keine Bevölkerung vom Pflanzen mit verschiedenen Eltern und verschiedenen Schwächen, sondern eine einzige Pflanse in Millionen Exemplaren.
00:56:31: Und dann gilt eine brutal einfache Regel – was einer dieser Pflanzen umbringt, bringt alle um Keine Variation aus der Widerstand entstehen könnte, kein Nachbarnfeld, der zufällig unempfindlich ist.
00:56:41: Also sie haben sich einfach auf eine Sorte verlassen und das war ihr großes Problem.
00:56:44: Ja bisschen doof!
00:56:46: Aber ich konnte es auch
00:56:47: nicht mehr verwissen.
00:56:48: Und mir ja auch nicht im Baumarkt oder bei anderen Kartoffeln auch so an kaufen.
00:56:52: Als der Erreger-Achzehnhunderschwünsch jetzig ankam, trafe also keinen Land voller Kartoffel, er traf ein Land mit einer Kartoffele.
00:56:59: Und die kannte ihn nicht.
00:57:00: Weil diese Pflanze in Irland nicht nur Essen war, sondern pacht Lohn- und Vorrat in einem viel mit ihr die ganze Wirtschaft einer Familie aus.
00:57:07: Ja stimmt das hängt ja auch noch alles drauf natürlich!
00:57:10: In den Anden wäre das eben nicht passiert.
00:57:13: da steht auf einem Hang zwanzig Sorten mit verschiedenen Eltern kommt eine Krankheit stirbt ein Teil des Feldes und der Rest trägt.
00:57:20: Also hätte man einfach ne zweite angebaut wäre wahrscheinlich nie so ein großes Problem daraus entstanden.
00:57:24: Aber ich verstehe schon so Varianz erzeugt Widerstand.
00:57:31: Dann aber auch noch eine Frage, die ihr bis heute beschäftigt.
00:57:33: Was hat die Regierung in London getan?
00:57:35: Und das finde ich noch viel krasser!
00:57:44: Erst Robert Peele und der kommt relativ gut weg.
00:57:46: Er kauft heimlich indischen Maisen Amerika um die Preise zu drücken und das funktioniert.
00:57:52: Nur kannte Maisen in Irland niemand.
00:57:53: er war steinhart und halbgemahlen verursachte er Durchfall.
00:57:57: Die Ehren nannten das Zeug Pils-Schwefel.
00:58:00: Man weiß auch so aussah, ne?
00:58:01: Dann kommt Russell und mit ihm die Doktrien.
00:58:04: der Staat kauft keine Nahrung.
00:58:06: das macht den Markt dann Februar.
00:58:09: Das wirksamste der ganzen Krise Die Suppenküchen im August.
00:58:13: täglich rund drei Millionen Menschen also es waren so Küchen die quasi dann mit anderer Nahrungen
00:58:21: ein Hungerbedürftige
00:58:23: weitergeben hat.
00:58:25: aber
00:58:26: Ende August wird genau dieses Programm wieder abgewickelt, wahrscheinlich was zu teuer war.
00:58:29: Stattdessen verlagert eingesetzt die Kosten auf irische Steuerzahler und in diesem Gesetz wird ein Zusatz hinein verhandelt von einem Gutbesitzer und Abgeordneten namens Gregory.
00:58:41: Was da eingeworben wurde ist meine nächste Frage Josch dieser Zusatz regelte wer überhaupt Anspruch auf Hilfe hatte.
00:58:50: Also da haben sie dann gemerkt, wir können jetzt nicht jeden Menschen helfen.
00:58:53: Und er stellte hunderttausend Menschen vor einer Entscheidung die eigentlich gar keine war.
00:58:57: Was stand da drin?
00:58:58: Was schrieb Die Gregory Klausel-Achzehnhundertsiehmundvierzig vor?
00:59:03: A. Hilfe nur für Familien, die sich verpflichteten nach Kanada oder Australien auszuwandern.
00:59:08: B. Hilfe Nur gegen körperliche Arbeit.
00:59:11: Wer zu krank zum Arbeiten war viel komplett raus.
00:59:14: C. Hilfe nun für Menschen, die zum protestantischen Glauben übertraten D. Wer mehr als ein Viertel Acker Land bewirtschaftete, bekam keine Hilfe – Land oder Essen?
00:59:27: Also ich muss mich interessieren dass jetzt noch mein Gesamt zusammenhangt.
00:59:31: also es geht immer noch um England, Irland London
00:59:36: Genau!
00:59:37: Wir sind noch in Irland und es geht noch darum wie die Regierung quasi mit dieser Plage umgegangen ist.
00:59:43: Ja weil wir sind quasi am Anfang wir sind im schlimmsten Jahr im Black
00:59:47: Und sie haben jetzt quasi die Situation, dass ihr ein Hilfspaket schnüren wollen.
00:59:52: Wir können nicht allen helfen.
00:59:53: und jetzt geht es um die Restriktion, die sagt...
00:59:57: Wem wird geholfen?
01:00:00: Dann macht auch wieder ziemlich viel Sinn!
01:00:03: Es macht Sinn.
01:00:05: also das mit den Protestanten, das glaube ich eher nicht obwohl das mit ihr landlich weiß.
01:00:11: da gibt's hier ja Dass die Regierung sagt, werdet protestantisch.
01:00:19: Sonst kriegt ihr keine Hilfe.
01:00:21: Wobei könnte auch sein.
01:00:23: Irgendwas hat ja diesen Konflikt befeuert.
01:00:26: Ja dann auswandern nach Kanada.
01:00:30: Wenn man die Leute loswerden will damit sie einem eine DH-Ruppung kopfreißen im Land macht auch Sinn.
01:00:39: und dann jeder der über ein Viertel Aker hat.
01:00:43: Dass der keine Hilfe kriegt, somit er kann ja für sich selbst sorgen macht auch Sinn Max.
01:00:48: Das heißt ich muss mich wieder auf die und wann.
01:00:51: dann gab es noch eine vierte?
01:00:52: Die weiß jetzt gar nicht mehr.
01:00:53: Hilfe
01:00:53: nur gegen körperliche Arbeit.
01:00:54: wer zu krank zum arbeiten war viel komplett raus.
01:00:59: Ja das glaube ich irgendwie nicht.
01:01:03: obwohl sie auch Sinn machen würde.
01:01:06: Joa auswandern glaub ich irgendwie nich.
01:01:12: Also ich glaube Auswander nicht Ich glaube Arbeitsunfähig nicht Das glaube ich noch nicht.
01:01:19: Ich bin dafür, dass... Ja dann war es doch Protestantismus.
01:01:25: aber I don't know
01:01:27: Werste mal auf die gegangen hier?
01:01:29: Was wär das?
01:01:30: Der Viertel
01:01:30: Aker!
01:01:31: Tausend Quadratmeter.
01:01:33: Wer mehr bewirtschaftete bekam nichts.
01:01:35: Also gab man sein Land auf um Essen zu bekommen und war danach landlos.
01:01:40: So crazy.
01:01:40: Ja
01:01:40: gut Es ist ein individueller halt auch ziemlich blödsicht sich da auf die Regierung zu verlassen.
01:01:47: Also da hat die Regierung dann wirklich seine Bevölkerung eigentlich von hinten hopsgenommen.
01:01:54: Ganz genau!
01:01:56: Man bin nicht dumm, warum nehme ich denn das?
01:01:59: Das
01:01:59: ist mir auch schon so oft gegangen.
01:02:00: Das
01:02:00: hat doch am meisten Sinn gemacht.
01:02:03: Ja aber damit kommen wir dann auch zu dem was Irland dann dauerhaft verändert hat nämlich es gab dann doch eine Auswanderungswelle.
01:02:12: Wir haben dann natürlich auch gemerkt, okay gut jetzt müssen wir ja Land abgeben.
01:02:15: Dass wir Essen bekommen ist auch nicht so geil, ne?
01:02:19: Die Schiffe hießen in der Erinnerung Coffinships also Sarkschiffe und man liest oft jeder fünfte sei gestorben.
01:02:27: das stimmt aber nicht.
01:02:28: über zwei Millionen wandert denn aus.
01:02:30: deswegen gibt es auch überall Ihren mittlerweile.
01:02:34: die Sterblichkeit lag bei etwa drei Prozent also es hieß sich in Grenzen von zwei Millionen.
01:03:00: Und ein Schiff will ich dir konkret erzählen oder euch, weil das Papier dazu erhalten ist.
01:03:05: Die Elizabeth and Sarah Eine seventy Jahre alte Barg, gebaut für zweihundert zwölf Passagiere.
01:03:12: An Bord wachen zweihundert sechsen siebzig also alle waren ein bisschen überfüllt.
01:03:16: Kojen gab es dreißig.
01:03:18: Der Kapitän stirbt auf der Fahrt und der Steuermann lässt die Leiche dreizehn Tage auf dem Achterdeck liegen.
01:03:24: Nach seventyzehn Tagen erreicht das Schiff große Ill mit zweinvierzig Toten.
01:03:30: Die meisten gingen in die USA, und das sieht man bis heute.
01:03:32: Beim US-Census gaben es im Jahr für die USA zwei Tausendundzwanzig achtunddreißig Komma sechs Millionen Amerikaner an irische Vorfahren zu haben.
01:03:39: In Ehland selbst leben heute etwa sieben Komma drei Millionen Menschen.
01:03:43: Noch mal ein Zuvergleich.
01:03:44: Achtzehnhundertundviertzig waren es acht Komma Zwei.
01:03:47: Also es waren sogar mehr damals?
01:03:48: Bis heute hat man sich von dieser Situation nicht erholt!
01:03:52: Ja, wenn man so will.
01:03:54: Aber ich habe jetzt nicht ganz verstanden warum die denn alle wie die Fliegende auf den Schiffen gestorben sind.
01:03:59: Ich meine, midde-Ninzehntes Jahrhundert ist doch eigentlich schon... oder ist es immer noch wegen Umgangsnot?
01:04:06: Ich gehe davon aus, dass man halt nicht mit... das hab' ich jetzt nicht recherchiert.
01:04:11: Ich geh davon aus dass mal nicht mich viel mitnehmen konnte für die Fahrt.
01:04:16: Wahrscheinlich einfach so wie wenn man blöd gesagt aus den... Länder aus dem Nahen oder so flieht.
01:04:26: Das kann man bestimmt gut vergleichen, da ist das Massensterben zwar anders ausgelöst durch unsere eigene Dummheit aber ich glaube es ist ein ganz guter Vergleich Josh.
01:04:36: Das wird da ähnlich gewesen sein.
01:04:38: und dann kommen natürlich noch die Krankheiten dazu die damals halt noch geherrscht haben wo man doch jetzt noch keine Wunderpille dagegen hatte.
01:04:46: Aber eine Sache löst in Irland bis heute noch Streit aus.
01:04:49: wurde Nahrung aus einem hunderten Land exportiert.
01:04:52: Ja, das finde ich auch krass!
01:04:54: Achtzehntundertsiebenvierzig verließen fast viertausend Schiffe mit Lebensmitteln Irland Richtung England und zwischen achtzehnhundertsechsenvierzig und achtzehnfünfzig über drei Millionen lebende Rinder mehr Tiere als Menschen quasi die Auswanderten.
01:05:09: ein Exportstopp hätte die Hungersnot nicht verhindert aber die tötliche Lücke des Winters Acht Zehntuntert Sechs Vierzig Siebenvierzlich hätte er dämpfen können.
01:05:16: also da war auch wieder die Gier
01:05:18: Der,
01:05:21: ich sag jetzt mal ...
01:05:22: Wir hatten ein paar Faktoren, die da aufeinander als natürlich Kartoffeln.
01:05:27: Mhm.
01:05:28: Dann Export und noch in der Regierung mit fragwürdigen Entscheidungen oder Maßnahmen gegen diese Hungersnoten.
01:05:37: Ganz richtig, ja.
01:05:38: Es war also sehr doof.
01:05:39: Böde Mischung!
01:05:42: War das Völkermord?
01:05:44: Würde ich nicht sagen.
01:05:45: Die Mehrheit der Fachhistoriker sagen Nein, spricht aber von schwerer Schuld.
01:05:49: Das würde ich schon sagen.
01:05:50: Die Kurzformel, die man oft liest, Gleichgültigkeit nicht Vollkermord.
01:05:53: Das heißt also den Leuten der Regierung war es eigentlich egal was mit ihren Leuten passiert.
01:05:58: Auch die Lösung wie man Hilfe bekommt finde ich nicht eine Lösung sondern geht für einfach nur Land an die Regierung ab.
01:06:06: Damit ist Zahl vier die traurigste Zahl die eine Million aufgelöst denn das waren diese einen Millionen Menschen die gestorben sind oder mehr seine Millionen Menschen, die gestormen sind.
01:06:14: Aber... Oh, jetzt wird hoffentlich
01:06:17: Blut an der Schale.
01:06:18: Brotal!
01:06:20: Wir merken uns mal die Zahl, mit dem wir hier aufhören.
01:06:22: April-April-Achzehnundahrzehnunahrzebenvierzicht.
01:06:24: Denn im selben Frühjahr, in dem in Jelland Blacks Forty-Seven tobt geht eine andere europäische Hauptstadt genau deswegen die Bevölkerung auf der Straße.
01:06:33: In Good Old Berlin!
01:06:37: Im selben Frühjahr wie Black-Forty-Seven, weil der Selbe Pils auch Preusen erwischt hat.
01:06:43: Die deutsche Kartoffel ernten in den April im April viel um dreißig bis fünfzig Prozent die Ringe aus.
01:06:48: Fünf Pfundkartopf des Brutalige.
01:06:50: Fünft Pfund-Kartoffeln kosten in dem April einen Silberkroschen.
01:06:58: Der halbe Tag ist verdienst der meisten Berliner.
01:07:01: Also mal ein Kartoffel, ein extremes Luxusgut?
01:07:04: Ja, da hat
01:07:05: sich verfümmfacht!
01:07:06: Hat sich auf jeden Fall nicht das richtig verstanden.
01:07:07: In einem Jahr oder nicht mal in einem Jahr?
01:07:11: Wie wenn ein Apfel jetzt... äh, ja fünf Euro kosten würde ne?
01:07:15: Also ein
01:07:15: einziger, ja.
01:07:16: Ein
01:07:16: pink lady Apfel.
01:07:17: Genau!
01:07:17: Richtig, richtig.
01:07:18: Ja.
01:07:19: Aber von heute bis Februar vielleicht.
01:07:25: Das ist verrückt.
01:07:26: Das war verrückt, ne?
01:07:27: Am Morgen des XXI.
01:07:28: April geht es los.
01:07:29: Fast gleichzeitig an acht Berliner Marktplätzen.
01:07:32: Jetzt wird gestreikt.
01:07:33: Am Abend fliegen Scheiben an der kündlichen Oper, am Kaffeekranzler an Kirchen.
01:07:38: Ein Zeitgenosse notiert – man könne sich in der Indelstadt nur noch auf Glasscherben bewegen!
01:07:43: Die Bilanz?
01:07:44: Fünfjetzig Läden gestürbt da von dreißig Bäckereien.
01:07:47: ein Teil der Lebensmittel wurde nicht mitgenommen sondern absichtlich zertreten.
01:07:52: Das war nicht nur Hunger das war Wut auf Bäcker die beim Gewicht betrogen.
01:07:56: Dass es zwei Tage dauerte lag daran dass Berlin Polizisten hatte und der spätere Kaiser Wilhelm I. saß am Abend noch im Theater.
01:08:05: Also nicht so gut gemacht, ne?
01:08:08: Nichts so gut.
01:08:09: organisiert hier dagegen die Gegenreaktion.
01:08:14: Und das war aber kein Berliner Sonderfall.
01:08:16: Achtzehnhundert-Siebenvierzig gab es in Deutschen Bund Hundertdreiundneunzig Hungerunruhen.
01:08:22: Das finde ich schon krass!
01:08:23: Also den ganzen deutschen Bund... Ich weiß nicht was da damals alles mit dabei.
01:08:29: Sind sie hundertreis auf die Straße gegangen oder haben sich aufgeregt wegen
01:08:32: Hunger?
01:08:34: Genau.
01:08:35: Aber ist halt auch das was dich am ehesten auf die Barrikaden bringt, ne?
01:08:39: Es ist halt das was du immer brauchst und neben dem Wasser
01:08:41: und Hunger.
01:08:43: Fast zwei Drittel davon aber auf bräusischem Boden!
01:08:47: Und das Timing ist der Punkt... Der Interessant ist, die Unruhen fielen mitten in die Sitzung des ersten Vereinigten Langtages vor den Augen der versammelten bräusischen Elite.
01:08:57: Sechs Tage später verbot dieser Landtag Kartoffeln auszuführen und Kartoffel zu Schnaps zu verarbeiten!
01:09:03: Und es ist kein Zufall das das nächste Jahr, dass der Nächste, Jahr-Achzehnhunderte Achtundvierzig heißt.
01:09:07: Kurz Erklärungen dazu?
01:09:09: Das Jahr- Achtzehn-Hundert Achtunvierzig steht in Europa und Deutschland für die bürgerlich-demokratische Merzrevolution.
01:09:14: ausgelöst eben durch die französische Februar-Revolution, fordern die Menschen in vielen Ländern Freiheit, Grundrechte, Pressefreiheit und einen einigen Nationalstaat.
01:09:25: In Frankfurt trat das erste Gesamtdeutsche Parlament zusammen.
01:09:28: Das heißt also auch der Hunger bzw.
01:09:32: den Verbot von Kartoffeln und auch die Kartoffel zu verarbeiten haben dann eine große Revolution bei uns in Europa beziehungsweise in Deutschland ausgelöst – ein Jahr später!
01:09:44: Aber um bei der Kartoffel zu bleiben, Josch.
01:09:48: Kommt noch ein zweiter Gegner ins Spiel in diesem Zeitpunkt?
01:09:51: Jetzt wird's ganz kurios!
01:09:53: Der Kartoffelnkäfer.
01:09:55: Genau!
01:09:56: Der ist zu diesen Zeitpunkten noch weit weg aber er ist unterwegs.
01:10:00: Um eighteenhundertneunfünfzig in Nebraska entdeckt ein Käfer die Kartoffele.
01:10:05: Vorher fraße eine wilde Verwandte und interessierte niemanden.
01:10:09: Aber die Siedler hatten ihn gerade eine Kartoffelstraße nach Osten gelegt, und er nimmt sie hundertfünfunddreifig Kilometer pro Jahr!
01:10:15: Achtzehnhundertviern-Siebzig erreichte er die Atlantikküste – von da an ist es nur noch eine Frage der Schiffe.
01:10:22: Und Daniels macht Deutschland den Fehler von Irland noch einmal, siebzig Jahre später.
01:10:26: Herbst, neunzehnundsechzig mitten im Weltkrieg.
01:10:29: das Reicht hatte vor Neunzehntunhundert vierzehn ein Drittel seiner Lebensmittel importiert.
01:10:34: Die britische Sehblockade hat das abgeschnitten.
01:10:36: Also wird umgestellt, Kartoffeln statt Brot.
01:10:39: und dann kommt ein verregneter Herbst und dieselbe Feule wie in Irland.
01:10:42: die Kartoffelernte bricht auf die Hälfte einen im Winter indem sie das Brot ersetzen sollte.
01:10:47: was folgt heißt der Steckrübenwinter hat man vielleicht auch noch mal gehört?
01:10:52: Die Steckrübe war vorher Viehfutter.
01:10:53: im Felssmund hieß sie dann hinten Burgknolle Eine Tagesration!
01:11:04: Und wie in Berlin, aus der Strasse endet es.
01:11:07: Im Januar, im Jahr Eighth neunzehnzehn streikt noch rund eine Million Menschen mit der Losung Frieden und Brot.
01:11:14: Jetzt kommt eben der Käfer wieder.
01:11:16: Und jetzt wird's absurd!
01:11:17: Neunzehntzwanzig setzte er sich in Bordeaux fest.
01:11:24: Und die Nationalsozialisten machen daraus eine Massenmobilisierung.
01:11:28: Ein Abwehrdienst, ein Cut... Sorry, dass ich lachen muss!
01:11:32: Eine Kartoffelkäfer-Fiebel für Schulkinder.
01:11:34: Fangprämien, Suchkolonnen aus Schulklassen und Einspruch den man heute nicht erfinden könnte.
01:11:40: Sei ein Kämpfer sei kein Schläfer acht auf den Kartoffelnkäfer.
01:11:46: Der ist doch wirklich gut.
01:11:48: Und soll ich dir was sagen Max?
01:11:49: Ja
01:11:50: diesen Kampf habe ich auch schon gekämpft
01:11:52: Dann hast du auch schon gekämpft.
01:11:54: Den Kartoffelkäfer-Kampf
01:11:55: habe ich ja auch schon gekennt, okay?
01:11:57: Die blitzenden Nationalsozialismus zu tun nicht für falschen Zusammenhang.
01:12:02: Nein!
01:12:03: Es wurde in meiner Familie das öfter mal die ein oder andere Kartoffeln angebaut und ich hab als Kind Kartoffelekäfer von den Blättern wundern gewohnt.
01:12:12: Also
01:12:12: sei ein Kämpfer, so sei kein Schleifer, achte auf den Kartoffelpäfer.
01:12:15: Was
01:12:15: hat dich gemacht?
01:12:16: Hast du
01:12:17: aufgemacht?!
01:12:17: Das ist sehr schöne Anekdote.
01:12:22: Aber junge DDR, nach dem Krieg explodierten die Geferbestände rund die Hälfte der Anbaufläche ist befallen und die Regierung bekommt das Problem nicht in den Griff.
01:12:30: Statt das zuzugeben macht die SED, das damals die ähm Machthabende Partei gewesen in der DDR daraus eine Geschichte und das neue Deutschland bringt sie am sechzehn Juni neunzehundertfünfzig auf die Titelseite.
01:12:41: Womit wir zur fünften Frage kommen, Jörsch?
01:12:43: Was hat die DDR-Führung neunzenhundundfünfzlich offiziell über den Kartoffelkäfer behauptet?
01:12:49: Westdeutsche Bauern hätten befallene Saatkartoffeln über die Grenze verkauft, um die Kollektivierung scheitern zu lassen.
01:12:56: B – der Käfer sei ein Labornfall eines britischen Instituts in Westberlin.
01:13:01: C – US-Flugzeuge hätten eigens gezüchtete Käfer über den Feldern der DDR abgeworfen Die sogenannten Armeekäfer.
01:13:10: D – die Plage seien natürlich Ihr Ausmaß werde aber von westlichen Medien erfunden.
01:13:18: Also das ist ja jetzt ein kalter Krieg.
01:13:21: Das ist jetzt kalter Krieg,
01:13:22: ja.
01:13:23: Osten gegen Westen, Westen gegen Osten und auch da wieder alle antworten relativ plausibel würde ich mal sagen.
01:13:34: besten also.
01:13:35: was sich am besten verkaufen ließe denke ich mal wäre das amerikanische Flugzeuge den abgeworfen haben wenn ich propaganda machen wollen würde dann würde ich das behaupten.
01:13:51: das sage ich jetzt auch
01:13:52: Und das vollkommen richtig, Josch.
01:13:54: Denn, in der Währmacht hat die Wehrmacht selbst Kartoffelkäfer gezüchtet und rund vierzehntausend Exemplare bei Speyer aus Flugzeugen abgeworfen um zu testen.
01:14:22: Ob der Käfer als biologische Waffe taugt?
01:14:24: Sieben Jahre vor der DDR-Kampagne!
01:14:26: Die SED hat der anderen Seite also genau das vorgeworft was vorher auf dem selben Boden ausprobiert worden war... Und es war kein DDR-Langgang!
01:14:37: Polen und die Czechoslovakie erhoben fast gleichzeitig denselben Vorwurf.
01:14:41: Der Westen antwortete auf dem selben Niveau, eine West-Berliner Organisation ließ neunzehnundfünfzig Papkäfer mit einem aufgedruckten F für Freiheit per Ballon über die DDR abwerfen.
01:14:53: Es gab also wirkliche Käferabwürfe aus dem Westen?
01:14:56: Nur waren sie eben aus
01:14:57: Pappe!
01:15:00: Wow... Das ist äh ich finde es halt sehr interessant heute dass wir sonst Ich sag mal kleinen geschicht speedrun machen.
01:15:09: Ja, das
01:15:10: war nötig weil ich die ganze zeit einbeziehen wollte
01:15:15: aus perspektive der kartoffel.
01:15:17: Genau
01:15:17: und es finde ich lustig wo die über allen faktor oder sonst
01:15:21: was ja alles ausgelöst hat natürlich ein thema mit irland was ziemlich ziemlich eklig und auch traurig war.
01:15:27: aber ich fand es waren auf viele sachen dabei wo wir gemerkt haben okay gut die natur ist der mensch halt einfach weit aus vor Und selbst so eine kleine Knolle löst bei uns Konflikte aus
01:15:40: die
01:15:41: über Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende lang.
01:15:45: Sogar kleine Side-Fact fangoch hat sich wegen einem Kartoffelbild mit seinem besten Freund verstritten.
01:15:52: Weil irgendwie die Kartoffeln nicht gepasst haben oder ich weiß nicht mehr warum.
01:15:56: Aber ja und damit ist die Geschichte aber noch nicht abgeschlossen von der ganzen Kartoffele denn Die geht weiter, die wird auch wahrscheinlich in zweihundert Jahren wenn es da noch ein Geschichtspotkast gibt erzählt mit einem neuen Kapitel.
01:16:08: Denn der Erreger von Achtzehnhundertfünfenvierzig ist noch nicht besiegt und der Käfer auch nicht!
01:16:12: Was man einfach stattdessen gemacht hat ist genau das wo von wir am Anfang erzählt haben Man holt die Vielfalt zurück.
01:16:18: Seit Zwei-Tausendvier gibt es das Kartoffelzentrum in Lima Alte Anden Sorten an die Gemeinden.
01:16:24: bei Cusco wird quasi da wieder drauf geachtet dass mehrere Arten gepflanzt werden Nicht nur wenige, die viel ertragt bringen zum Beispiel.
01:16:34: Umhalt, die Kartoffel so vielfältig und auch überlebbar wie möglich zu machen.
01:16:39: Ja und dann haben wir noch Pestizide und Kram.
01:16:41: Klar natürlich aber das wirst du wahrscheinlich niemals los werden.
01:16:48: Genau ja Josh.
01:16:49: fünf Zahlen, zehntausend neunhundert Jahre eine Krankenausrechnung von fünfzehn über dreiundseinzig, fünfzehnt Befehle eines Königs, eine Million tote Nullbeweise.
01:16:59: Und Antwort auf die Frage, wäre die Menschheit ohne die Kartoffel ausgestorben?
01:17:02: Wahrscheinlich nicht.
01:17:04: Aber ein Viertel des Bevölkerungswachstums der Altenwelt geht auf diese Pflanze zurück!
01:17:08: Das ist keine Rettung vor dem Aussterben, das ist der Unterschied zwischen unserer Welt und einer deutlich lehreren.
01:17:14: Würde ich jetzt mal so unterstützen... weil also auch von meiner Kalorienaufnahme übers Jahr gerechnet, ist ziemlich viel von der Kartoffeln,
01:17:22: ne?!
01:17:23: Und würde – das ist ja absoluter Luxus wenn man sich's mal vor Augen führt wie wir leben – dann wäre einem ja Angst und Bange.
01:17:32: Und ich fände es auch persönlich ziemlich schade, wenn die Kartoffel mal nicht mehr da sein sollte.
01:17:37: Von daher... Vollkommen
01:17:39: richtig!
01:17:39: Deswegen glaube mit dem Satz können wir das ganz gut abschließen.
01:17:44: Versagt hat nicht die Kartofel?
01:17:45: Die Anden hatten viertausend Sorten und mussten nie hungern.
01:17:52: Europa hatte sich eine davon geholt sie optimiert vervielfältigt und daraus ein Risiko gemacht.
01:17:57: Das Problem war nie die Pflanze.
01:17:59: Es war fehlende Vielfalt bei totaler Abhängigkeit.
01:18:02: Wer alles auf eine Karte setzt, verliert alles wenn diese Karte fällt und das gilt für Lieferketten oder Rechenständen genauso wie für die Knolle.
01:18:11: Wow!
01:18:12: Wow Max wirklich tolles Thema.
01:18:16: ich mein als Deutscher wird man ja in meinem Verlauf seines Lebens auch als Kartoffelkopf oder sonst
01:18:23: wobei eigentlich viel verbreitet er auch noch in Russland ist.
01:18:26: Das kann nicht so Deutschland.
01:18:29: Ja, aber Kartoffel, das assoziiert man mit
01:18:32: den Sederhosenbier, deutschen
01:18:33: Spießertuben so ein bisschen glaube ich.
01:18:35: Das
01:18:35: ist richtig.
01:18:36: Und ähm... Ich finde es passt auch wenn ich ehrlich bin.
01:18:40: Also die Kartoffeln ja, also wenn man ganz ehrlich isst sie ja super exotisch kommt ihr aus Südamerika.
01:18:46: Wichtig!
01:18:46: Aber die Gerichte und soweit, dass das halt heute alles mit anderen Werben verknüpft.
01:18:52: Rinderbrade mit Kartoffelschnapp.
01:18:56: Ich hab jetzt richtig Hunger bekommen auf das
01:19:00: Tartuläge.
01:19:01: Noch mal ganz kurz die Punkte technisch zu beabschluss?
01:19:04: Hundert hat geholt, ne?
01:19:05: Hundert geholt genau!
01:19:06: Wir haben einen Punkt aus Stand von achthundertfünfzig zu siebenhundert.
01:19:08: Das heißt...
01:19:09: Boah, das ist machbar Max.
01:19:11: Das ist machba.
01:19:13: Ich bin bereit.
01:19:15: Ja also danke für diese tolle Folge.
01:19:18: wir werden immer länger Max.
01:19:20: Wären
01:19:21: immer länger.
01:19:21: Schon wieder eine Stunde
01:19:22: zwanzig muss.
01:19:24: Wir müssen mal gucken, ob das nicht vielleicht ein bisschen zu lange ist.
01:19:26: Aber ich finde es noch okay.
01:19:27: Ich sag mal, sechzig bis neunzehn Minuten ist glaube ich in Ordnung.
01:19:29: Sollen die
01:19:29: Leute auch den Moment schreiben?
01:19:30: Ihr könnt
01:19:30: ja mal in die Kommentare schreiben genau was ihr besser... Was ihr mehr mögt eher eine Stunde oder eher so anderthalb.
01:19:37: Ich find' es kommt immer von Thema zu Thema auch ein bisschen drauf an.
01:19:40: Die haben wir jetzt ganz viele Jahrzehnte und Jahrhunderte gehabt.
01:19:46: Manchmal hat man nur einen kleinen Bereich.
01:19:49: Ja und ähm... Oder wollt du nochmal sagen
01:19:52: Nein, du kannst gerne das Schlusswort übernehmen.
01:19:54: Ich
01:19:54: wollte jetzt zum Schluss noch mal dazu aufhufen.
01:19:57: Schreibt bitte euer Lieblings-Kartoffelgericht in die Kommentare!
01:20:00: Ich will mindestens fünf Kommentaren ins Spotify sehen und dann folgt uns mal auf Social Media.
01:20:07: da passiert in nächster Zeit einiges.
01:20:08: wir haben einiges geplant und ja nochmal der Hinweis auf die fünf Sterne.
01:20:13: freuen wir uns sehr.
01:20:14: wenn es euch gefallen hat natürlich ganz genau und dann mags würde ich jetzt abreppen oder?
01:20:18: Ich bedanke mich wie immer Bei dir für diese tolle folge.
01:20:22: ich bedanke
01:20:22: mich bei dir fürs zuhören und auch bei unseren zuschauen.
01:20:25: Und auch noch an den frank.
01:20:26: das ist ein geschäftspartner.
01:20:27: der hat mir nämlich die katholische vorgeschlagen
01:20:30: Sehr sehr gut.
01:20:32: macht es gut mit.
01:20:33: liebe lode bis
01:20:34: dann tschau.
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