KPVG #16 - Das Längenproblem: Wie ein Tischler das komplexeste Rätsel der Seefahrt knackte!

Shownotes

Tödlicher Navigationsfehler & das Schätz-Quiz: Zum Einstieg bringen Josh und Max ihr Wissen mit einer Schätzfrage zum astronomischen Preisgeld des Longitude Act zum Einranken in Position, bevor sie direkt in das düstere Drama der Scilly-Katastrophe von 1707 eintauchen.

Warum links-rechts ein Albtraum war: Wie Breitengrade per Himmel leicht zu bestimmen waren, Längengrade aber ohne unbestechliche Uhren auf hoher See das unsichere Koppeln nach Bauchgefühl erforderten.

Leuchtgranaten & absurde Ideen: Warum Isaac Newton eine mechanische Lösung für unmöglich hielt und namhafte Mathematiker fest verankerte Signalschiffe mitten im Ozean vorschlugen.

Der Tischler gegen die Wissenschaftselite: Wie der Autodidakt John Harrison dank schmierfreiem Pockholz und Temperatur-Kompensation die genauesten Uhren der Welt baute.

H4, Jamaika und der erbitterte Streit: Harrison schrumpft seine Mechanik zur genialen Super-Taschenuhr H4, pulverisiert alle Vorgaben und wird vom Board of Longitude jahrelang um den Hauptpreis geprellt.

Der König greift ein: Wie Entdecker Captain James Cook und König George III. dem greisen Genie schließlich doch noch zu später Gerechtigkeit verhelfen.

Du hast Feedback, Themenvorschläge oder sonstige Anregungen für Josh & Max? Dann schreib' einfach eine Mail an: joshua.friedel@content-21.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist ein einfacher Matrose der Royal Navy in der Nacht des Zweiundzwanzigsten Oktober siebzehntinhundertsieben.

00:00:06: Seit Wochen bist du auf See, auf dem Heimweg von Gibraltar nach England.

00:00:10: Sturm, Regen, tagelang keine Sonne und dementsprechend auch keine Sterne!

00:00:15: Du stehst durch Nest an Deck – Der HMS Association, den Flaggschiff der Flotte Und um dich herum ist nur endlose Düsterkeit und die tosende See.

00:00:24: Heute Nachmittag haben sich die Navigatoren beraten, Die erfahrensten Seeleute Englans.

00:00:30: Ihr Ergebnis?

00:00:32: Freies Wasser voraus, Kurs Richtung Heimat!

00:00:34: Das Problem – sie ehren sich um weit über hundert Kilometer.

00:00:38: Vor euch liegen keine offenen Gewässer sondern die Felsen des Skilie-Inseln.

00:00:43: Kurz nach Acht kracht es, die Association läuft mit voller Fahrt auf die Klippen und sinkt in wenigen Minuten Mit rund achthundert Mann.

00:00:51: Drei weitere Schiffe folgen in derselben Nacht.

00:00:53: Bis zum Morgen sterben zwischen tausend vierhundert und zweitausend Seeleuten.

00:00:57: Und das Verrückteste Diese Männer starben nicht durch Sturm, Feind oder das Versagen eines Einzelnen.

00:01:03: Sie starben nach Ansicht der Admiralität an einem Problem, welches die gesamte Menschheit im Jahr siebzehntinundertsieben noch nicht lösen konnte.

00:01:10: Kein Schiff der Welt konnte auf hoher See genau bestimmen wie weit östlich oder westlich es sich befand.

00:01:16: Die Lösung genau dieses Problemes wird über sechzig Jahre dauern – wird eines der größten Preisgelder der Wissenschaftsgeschichte kosten und sie kommt am Ende nicht von Astronomen.

00:01:28: Wir sprechen heute über das sogenannte Longitude Problem.

00:01:32: Das Längenproblem!

00:01:34: Es geht um dessen Bedeutung für die Welt und um John Harrison, den Mann der es schließlich lösen konnte.

00:01:42: Ich habe alle Age of Empires Teile gespielt und trotzdem kein Plan von Geschichte.

00:01:47: Zehn Jahre

00:01:48: Schule und trotzdem

00:01:49: keinen Plan vor Geschichte?

00:01:51: Ist Cesar wirklich nur ein Salat?

00:01:53: Wadging ist Karren der beste Torhüter des

00:01:55: FC Bayern München?

00:01:56: Und wie groß war eigentlich dieser

00:01:57: Alexander?!

00:01:59: Fragen über Fragen.

00:02:00: Wir brauchen endlich Antworten!

00:02:02: Matrose,

00:02:03: wenn dich das Abenteuer erhaltsst dann komm auf unser Schiff, denn unsere Segel sind gesetzt für eine Reise in das unendliche Mehr der Geschichte.

00:02:12: Ja und damit herzlich willkommen zu Folge.

00:02:14: sechzehn von keinem Plan von Geschichte.

00:02:17: Mein Name ist Josch Und mir gegenüber sitzt wie immer der liebe Max.

00:02:20: Hallo Max

00:02:21: Grüßt sich Josch, grüßt euch Zuschauer.

00:02:24: Ähm ja wir müssen uns erst mal ähm Ein bisschen entschuldigen würde ich sagen, wir haben letzte Woche nicht gesendet.

00:02:31: Aber an der Stelle muss ich auch mal sagen, der Max und ich sind selbstständig... ...und da spielt Zeit eine große Rolle.

00:02:36: Ganz genau!

00:02:38: Und ja, wir hatten halt jetzt die Woche einfach...

00:02:40: Kann sowas halt einfach mal passieren wenn man das sich hauptberuflich macht?

00:02:43: Und das ist eigentlich ne Überleitung, Max.

00:02:46: Weil dieses Thema dass ich heute ausgesucht habe hat tatsächlich sehr viel mit Zeit zu tun.

00:02:50: Oh okay.

00:02:52: Und da wollte ich dich erst einmal...

00:02:53: Ich hab davon also von allem noch nie was gehört.

00:02:57: Ja, das

00:02:59: dachte ich mir.

00:03:01: Gibt es wahrscheinlich auch keinen Film?

00:03:03: Nee, schätze ich mal nicht.

00:03:04: Obwohl

00:03:04: doch nicht abgelesen ist, gibt ein Film.

00:03:07: Weil ich den Namen aber jetzt nicht recherchieren

00:03:09: habe.

00:03:09: Ich hab vielleicht mal net gesehen einer von eine Million.

00:03:13: Aber grundsätzlich sagt man vielleicht auf den ersten Blick, oh, das klingt aber bisschen trocken oder?

00:03:18: Ja definitiv, das hab ich mir auch gedacht.

00:03:20: Also wie mathematisches Thema und da sitzt sowieso hier der Mathematische nie Das der Matascheni vor allem und auch der Deutschchenie sitzt hier da.

00:03:31: Ja, also hört sich an als würde man sich sowas in der Vorlesung anhören und vielleicht nebenbei was anderes machen?

00:03:38: Ja aber wir sind ja nicht in der trockenen Vorlesungen.

00:03:40: Es geht im Prinzip darum dass man heute wenn mal ein Schiff betritt Irgendwie im See sticht, mit einem Kreuzfahrtschiff oder mal irgendwie auf nem Katamaran-Bier trinkt.

00:03:52: Im Urlaub.

00:03:54: Soll ich

00:03:54: auch schon vorgekommen sein?

00:03:55: Dann muss ja jetzt keiner mehr irgendwelche Zirkel oder sonst was in die Sonne halten ...

00:04:00: Sondern

00:04:01: wir haben einfach GPS.

00:04:02: Das funktioniert in den meisten Fällen und fertig!

00:04:05: Ja.

00:04:07: Komm war nicht immer so.

00:04:09: Das kann ich mir sehr gut vorstellen ne?

00:04:12: Und dass das nicht immer sowah...

00:04:13: Ja, die Story heute ist siebzehntes-achzehnendes Jahrhundert.

00:04:17: Das ist mal ... Jetzt kommt nicht der Ton zu den Quellen?

00:04:21: Ja also, achzehndes Jahrhundern.

00:04:23: Ähm das Ganze... Ist heut mal anders einzuschätzen denn die Quellen sind sehr gut.

00:04:30: es gibt Quellen im Überfluss zu diesem Thema.

00:04:32: alles was ich hier sage.

00:04:34: Also keine Nichtsagen umwobenes sondern Fakten umwobenes!

00:04:38: Ist Fakte umwogen?

00:04:39: und ja jetzt wollen wir gar nicht lang rum schnacken Max, du weißt wie es läuft.

00:04:44: Wir haben ein Spiel das wir in jeder Folge spielen und zwar haben wir in jede Folge die wir uns gegenseitig vortragen einen fünf Fragen eingewebt und diese fünf Fragen geben jeweils hundert Punkte.

00:04:59: und bevor wir mit dem Vortrag sozusagen starten und die Fragen dann vortragen, gibt es noch eine Schätzfrage.

00:05:06: In dem Fall wird die Schätzfrage heute der Max beantworten Und umso besser er diese Schätz Frage beantwortet, um so mehr Punkte kann er in der Folge erreichen.

00:05:14: Um genau zu sein, kann er sie mit einem direkten Hit verdreifachen Wenn er um die richtige Antwort im zwanzig Prozent Abweichungsbereich liegt Kann er sich verdoppeln?

00:05:23: Zwanzig bis achtzig Prozent abweichung bedeutet einfache Punkte und wenn er über Achtzig Prozent außerhalb der richtigen Antwort liegt

00:05:30: Das könnte heute halbepunkt.

00:05:31: Bei so einem Thema vielleicht der Fall werden, aber dann wollen wir mal schauen, ne?

00:05:35: Punkt des Technikstehens steht, sechsunterfünfzig zu fünfhundertfünftig für dich genau.

00:05:44: Ganz genau richtig!

00:05:45: Das heißt also ich habe heute die Chancen ein bisschen aufzuholen eventuell

00:05:49: Ich denke schon, ich denke heute ist wirklich machbar das hab'.

00:05:51: ich sage ja auch immer

00:05:53: und da sitzt wieder der hier neben dir.

00:05:55: So Max.

00:05:56: Wir haben eben im Intro von einer Katastrophe gesprochen Und nach der Katastrophe von Skilly, die wir im Intro eben erlebt haben war das Längenproblem ein populäres Thema in England und auch sonst stellte es die Seefahrt vor enormer Herausforderungen.

00:06:11: Ich habe jetzt eben im Fact-Check herausgefunden dass ist damals so dargestellt wurde von der Admiralität darum hab ich das im Intro nochmal abgeändert, dass diese Katastrofe nur aufgrund des längeren Problems stattfand, dass man nicht Osten und Westen seine Position bestimmen konnte.

00:06:32: Das ist aber retrospectiv betrachtet ein bisschen falsch.

00:06:34: Das wollte ich jetzt nur am Anfang einordnen.

00:06:36: Es war ein Faktor, aber es gab wohl auch eine falsche Seekarte ... Und das schlechte Wetter war eben auch ein großer Faktore.

00:06:44: Natürlich!

00:06:45: Also dann wussten sie quasi nicht wo Osten-und Westen ist?

00:06:48: Hatten ne falsche Karte dabei und der Petrus hat auch noch genervt

00:06:52: Ganz genau.

00:06:53: Aber dennoch wurde es danach von dem Verantwortlichen so dargestellt, hey das ist das Längenproblem.

00:06:58: Aber das Langenproblem ist dennoch eine riesige Herausforderung für Seefahrer.

00:07:03: und was waren die Engländer damals?

00:07:07: König der Welt!

00:07:09: Seefahrernation.

00:07:11: Also Handel, Marine, Kolonien alles hink an der Schifffahrt.

00:07:15: Dieses Problem muss so oder so irgendwie gelöst werden.

00:07:18: Also tat das britische Parlament, siebzehnhundertvierzehn etwas dagegen.

00:07:22: Es lobte einen Preis aus für denjenigen der eine praxistaugliche Methode zur Bestimmung des Lengengrads auf See liefert und zwar nicht nur einem Preis sondern eine Summe die ein einfachen Handwerker auf einen Schlag zum reichen Mann machen konnte.

00:07:37: Da haben

00:07:37: wir es wahrscheinlich.

00:07:37: zwanzigtausend Pfund oder so!

00:07:39: So Max

00:07:40: Oh nein, jetzt kommt die Frage.

00:07:42: Wie hoch war das maximale Preisgeld?

00:07:47: Das ist der britische Longitude Act von seventeenhundertvierzehn für die Lösung des Längenproblems auslobt im Pfund.

00:07:55: ich gebe dir noch ein Tipp.

00:07:57: Ich habe recherchiert was ein Pfund von siebzehnhundert

00:08:01: heute in Euro-Werbe gewesen

00:08:03: wäre und ich hab eine Range zwischen neunzig und zweihundertzwanzig Euro ... erfahren.

00:08:09: What the

00:08:10: fuck?

00:08:10: Ist ja crazy, Alter!

00:08:11: Also wenn wir dann noch mal Euro in Fund umrechnen, so zweihunderts-siebzig Pfund oder sehen was...

00:08:16: Ja ich weiß jetzt nicht den Pfundkurs gegen den Euro.

00:08:19: Ich glaube so ungefähr so oder zweihundertsechzig oder so.

00:08:22: Aber die Frage ist jetzt wie viel Pfund von damals, siebzehnhundert vierzehn

00:08:25: ausgelohnt.

00:08:26: Einen Pfund hast du gesagt, ne?

00:08:27: Einfundneunzig bis zu einer zwanzig Euro von damals auf heute.

00:08:30: Inflation

00:08:31: inflation.

00:08:33: Ja okay alles klar.

00:08:35: und das ist jetzt die Frage wieviel dort ausgeschüttet wurde

00:08:39: Wie viel quasi ausgelobt wurde für den Löser des Problems?

00:08:42: Ja,

00:08:43: ja.

00:08:43: Aber in damaligen Geld.

00:08:46: In damaligem Geld.

00:08:47: Im Pfund.

00:08:47: Ich brauch eine Zahl und einen Pfund hinten dran.

00:08:49: Ach ich habe gerade so zwanzig tausend gesagt aber ich glaube... ach ich wesig nicht!

00:08:54: Das müssten jetzt dann ja irgendwie vierhundert K sein.

00:08:59: ne oder vier Millionen?

00:09:02: Vier Millionen.

00:09:03: Bei einer Range von Neunzig bis Zweihnundzwanzig Euro ist es halt auch eine Range.

00:09:08: ne keine glatte Zahl

00:09:13: Ich glaube aber damals waren sie nicht so großzügig für sowas.

00:09:16: Kann ich mir vorstellen?

00:09:23: Also, ich würde jetzt einfach mal... ...ich weiß halt auch nicht was so ein Nobelpreisträger von heute bekommt oder ob der irgendwie...weißt du das sich so einen Anhaltspunkt hätte oder so irgendwas?

00:09:33: Das ist eine Schätztfrage!

00:09:36: Ja, manchmal kann man sich die Schätzfrage ja irgendwie bisschen zusammenbauen, aber heute finde ich es extrem schwer.

00:09:43: Ah,

00:09:44: deswegen würde ich jetzt einfach mal sagen.

00:09:48: Fuck, Alter!

00:09:48: Ich werde so daneben liegen.

00:09:50: Ich glaube irgendwie nicht dass es so crazy war.

00:09:53: Ich sage jetzt einfach einmal... ...zehntausend Pfund.

00:10:02: Damit Max?

00:10:03: Sind Sie im einfachen Bereich?

00:10:06: Okay.

00:10:07: Wenigstens keine Halbierung.

00:10:08: Richtig gewesen

00:10:09: wäre zwanzigtausend Pfunden.

00:10:11: Nadine?!

00:10:15: Ich vergraber Nisch Boah, Rohrverdame!

00:10:20: Also ich hab wirklich versucht den Betrag herauszubekommen was zwanzitaus Pfund sind.

00:10:25: Es ist schwer zu sagen weil manche sagen ja Verbraucherpreis Ingels damals und heute macht gar alles keinen Sinn.

00:10:30: also ich habe Zahlen gelesen die gehen von vier Millionen Euro

00:10:33: bis

00:10:35: mehrere Dutzend Millionen also irgendwie so zwölf, fünfzehnzehntzwanzig Millionen.

00:10:41: aber zwanzitaus gefühlt

00:10:42: wäre richtig gewesen.

00:10:43: ich habe gerade schon richtig gesittert Aber du hast schon wieder nicht genau zugehört, weil im Intro habe ich gesagt es ist einer der größten Preise die jemals ausgelobt wurden.

00:10:55: Also kann man schon davon ausgehen können wie dieses viel

00:10:57: ist.

00:10:57: Dann hab' ich da nichts richtig zugehörte!

00:10:59: Um nochmal reinzugehen?

00:11:01: Die Antwort lautet zwanzigtausend Pfunden und diese Zahl musst du dir mal auf der Zunge zergehen lassen.

00:11:06: Je nach Umrechnungsmethode entspricht das heute mehreren Millionen Euro.

00:11:10: Ein gut verdienender Handwerker hätte dafür damals viele hundert Jahre arbeiten müssen.

00:11:14: Heute auch noch!

00:11:15: Es waren

00:11:15: die Belohnungen,

00:11:16: die je ein Staat für die Lösung eines wissenschaftlichen Problems ausgesetzt hat und das Preisgeld war gestaffelt.

00:11:24: Zehntausend Pfund für eine Methode, die auf einen Grad genau ist, fünfzehntausend für zwei Drittel Grad und die vollen zwanzigtausend nur für eine Genauigkeit von einem halben Radabweichung.

00:11:34: Irgendwie eine coole Idee.

00:11:36: Also du kriegst für dich motiviert noch mehr rauszuholen, damit du mehr Geld bekommst.

00:11:41: Das könnte man ja meinen dass sowas vielleicht heutzutage auch funktionieren würde.

00:11:47: Könnte funktionieren ne?

00:11:50: Was das praktisch mit den Gradzahlen und so bedeutet?

00:11:52: klären wir gleich nur so viel vorne weg.

00:11:54: die Bedingungen waren so hart dass die glücksten Köpfe der Zeit die Aufgabe für praktisch unlösbar hielten.

00:12:01: Okay, aber es gab dann schon den etwas ungenaueren.

00:12:07: Es gab schon Lösungsansätze, die waren aber alle nur so la-la-combo.

00:12:12: Aber

00:12:12: Max jetzt müssen wir erst mal eins vorhin erklären.

00:12:15: Ich glaube das Längengradproblem ist nicht gerade das Problem dass die meisten Menschen jeden Tag umtreibt oder?

00:12:21: Mich hat das noch nie umtrieben!

00:12:24: Und genau deswegen erkläre ich dir jetzt erst mal, was das Längengrad-Problem ist.

00:12:28: Es ist aber eigentlich sehr simpel, ne?

00:12:30: Ja, ich glaube es ist für jeden wichtig das mal zu hören!

00:12:33: Also wir müssen uns erstmal den Problem annähern und das ist eigentlich sehr simple zu erklären.

00:12:39: Deine Position auf der Erde besteht aus zwei Angaben Den Breitengrad wie weit nördlich oder südlich bist du... ...und dem Längengrat wie weit östlich oder westlich?

00:12:47: Das versteht man,

00:12:48: ne?!

00:12:48: Ja Und der Breitengrat war schon in der Antike kein Hexenwerk.

00:12:54: Warum?

00:12:55: Weil der Himmel dabei hilft.

00:12:57: Du misst mittags, wie hoch die Sonne über dem Horizont steht oder nachts den Polarstern und schon weißt du ziemlich genau auf welcher Höhe du dich befindest.

00:13:05: Versteht man.

00:13:06: Ja okay.

00:13:07: Würde ich zwar nicht hinkriegen aber mach's...

00:13:12: Also dafür für den Breitengrad gab es schon Jahrhunderte Instrumente und Methoden und das konnte eigentlich jeder Artwegs gut ausgebildete Navigator.

00:13:24: Der Längengrad dagegen ist seit jeher ... kann man schon so sagen, ein Albtraum.

00:13:30: Okay?

00:13:31: Denn die Erde dreht sich.

00:13:32: Es gibt keinen festen Punkt am Himmel der dir zum Beispiel sagt du bist jetzt auf Höhe von Lisbon oder ähnliches.

00:13:39: Nee, den gibts nicht.

00:13:41: Gibt mir kein Real-Life!

00:13:43: Und jetzt... Der simple Lösungsansatz dem man eigentlich nur braucht und der wird diese ganze Folge tragen heißt oder isst Der Längegrad ist in Wahrheit nichts anderes als Zeit.

00:13:59: Okay, die Uhrzeit dann quasi?

00:14:00: Genau!

00:14:02: Die Einordnung davon kommt jetzt... Kommt da jetzt die Sonnenuhr?

00:14:05: ...die Erde dreht sich in vierundzwanzig Stunden einmal komplett um sich selbst also um dreihundertsechzig Grad Das heißt in einer Stunde dreht sie sich um fünfzehn Grad.

00:14:15: Wenn du also weißt dass bei dir gerade die Sonne am höchsten steht Also zwölf Uhr Mittag Und du gleichzeitig weißt, dass es in deinem Heimathafen in diesem Moment vierzehn Uhr ist.

00:14:26: Dann bist du exakt dreißig Grad westlich von zu Hause fertig.

00:14:30: Ja okay verstehe aber damals gab's ja auch noch, ich sag mal so die ja wahrscheinlich schon da nicht mehr Aber dann wird ja auch viel mit flacher Erde und so rum gemacht also gerade der Religion.

00:14:45: Äh, da könnte ich mir auch...

00:14:47: Ja, ich

00:14:48: glaube es ist schon ein bisschen zu spät.

00:14:50: Also ich hab' siebzehn Hundert, war die Erde schon rund?

00:14:52: Okay.

00:14:56: Aber eigentlich eine sehr simple Lösung!

00:14:57: Du brauchst einfach nur ne Uhr an Bord.

00:15:04: Warum macht keiner was gegen dieses Problem?

00:15:08: Das interessiert mich jetzt auch.

00:15:10: der Haken lässt sich im Wörtchen gleichzeitig identifizieren.

00:15:17: Die Ortszeit an Bord kannst du an der Sonne ablesen.

00:15:22: Aber woher weißt du mitten auf dem Atlantik, wie spät es gerade jetzt zu Hause ist?

00:15:27: Was bräuchte man dafür?

00:15:28: Die Uhr!

00:15:30: Dafür bräuchtest Du eine Uhr die Du im Heimatharfen gestellt hast und die dann wochen oder monatelang exakt ohne Abweichung weiterläuft.

00:15:38: Und genau das kommt für diesen Zeitpunkt der Geschichte... Keine Uhr der Welt.

00:15:48: Die besten und genausten Uhren, der damaligen Gegenwart waren Pendeluhren.

00:15:52: Und ein Pendel auf einem schwankenden Schiff...

00:15:55: Oh Gott ist das anstrengend!

00:15:57: Kannst du vom Blatt vergessen?

00:15:59: Alter!

00:16:01: Taschenuhren wiederum gingen pro Tag um Minuten falsch.

00:16:05: Ach Taschenuhr gab's

00:16:06: schon?!

00:16:06: Ja aber die gingen falsch.

00:16:08: also

00:16:08: die muss man ständig nachstellen.

00:16:11: Dazu kamen Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, Salzluft.

00:16:15: Nach sechs Wochen Atlantiküberquerung war quasi jede Uhr hoffnungslos daneben.

00:16:20: Wahrscheinlich

00:16:20: noch so ein Salzblock!

00:16:22: Und jetzt kommen wir zum Problem an der Sache.

00:16:25: Jede Minute Abweichung bedeutet auf Höhe des Äquators fast achtundzwanzig Kilometer Unterschied.

00:16:30: dem Zweifel überleben und Tod entscheiden.

00:16:34: Das ist so.

00:16:34: Ja

00:16:35: ja natürlich.

00:16:35: Die sich

00:16:35: nicht lokalisieren können und statt auf Kreis mehr auf Klippen zu stoßen.

00:16:41: Genau

00:16:42: Ja, aber die Leute sind ja.

00:16:43: Schiff

00:16:44: ist halt jetzt auch nicht wie ein Elektroauto wo man einfach Gas gibt drauf drückt und bremst sondern es dauert halt bisschen um zu stoppen.

00:16:52: Und du hast halt auch keine Anhaltspunkt.

00:16:53: Du bist halt auf dem Meer ne?

00:16:54: Du siehst ja von den

00:16:55: noch dunkel dann hasch noch hier eine Wetterscheiße Katastrophe.

00:17:03: Also sowieso ich hab vor jedem Seefahrer von damals so krassen Respekt.

00:17:07: das is wirklich Ihr kennt das ja bestimmt alles, die so auf dem offenen Meer dann ist dunkel.

00:17:15: Du siehst einfach nur pitch black überall und da fahren die halt mit einer Holzkiste.

00:17:20: darum und hoffen wir aufs Beste.

00:17:22: Das hat gerade geklungen wie ein Litex von Santiano.

00:17:25: Ist auch meine Lieblingsband!

00:17:28: Aber Max?

00:17:29: Die Menschen... sind ja persönlich dumm gewesen, sie hatten einfach die Technik noch nicht.

00:17:34: Ja nee, richtig sage ich auch nicht.

00:17:36: also... Sie haben nur die Wiedrigkeiten von damals vor, nicht die Dummheit!

00:17:40: Sie hatten halt nicht die perfekte Lösung aber sie hatten schon Ansätze.

00:17:43: Einen davon möchte ich dir jetzt vorstellen.

00:17:45: Nämlich eine Notlösung sozusagen war das sogenannte Koppeln.

00:17:53: Koppel ist Man schätzt Geschwindigkeit, Kurs und Zeit.

00:17:58: Und rechnet hoch, wo man ungefähr sein müsste.

00:18:00: Ja?

00:18:01: Das ist im Grunde navigieren per Bauchgefühl mit Pi mal Daumen und wenn es kracht noch ein Meter.

00:18:06: Ja

00:18:07: okay.

00:18:08: Und die Fehler addieren sich mit jedem vergangenen Tag auf hoher See auf!

00:18:13: Also am ersten Tag ist mal ein Prozent falsch, am zweiten Tag zwei und dann wird's immer schlimmer... ...und genau so kam letztendlich die englische Flotte vor.

00:18:22: Skilly also Ein Faktor davon war eben genau das.

00:18:27: Sie glaubte, vor der französischen Küste sich zu befinden und war in Wirklichkeit weit davon entfernt.

00:18:32: Viel näher waren stattdessen totbringende Klippen.

00:18:35: Das Längenproblem war also – ich sage es nochmal – eine der Ursachen und die Nation wollte das auf lange Sicht ändern!

00:18:43: Das Problem musste weg.

00:18:46: Und damals kann man ja schon sagen, war die Seewege so wie die Autobahn bei uns heute?

00:18:51: Von der Wichtigkeit von der Befahrer, von der Dichte her.

00:18:56: Ich glaube auf

00:18:57: jeden Fall militärisch, wirtschaftlich, Kolonienhandel usw.

00:19:05: Es war alles sehr wichtig.

00:19:07: und ja das ist ungefähr so wie wenn du...

00:19:14: Keine Ahnung, wenn du dich jedes Mal davor vorbereiten müsstest.

00:19:17: Und zu

00:19:18: wissen welche Ausfahrt... So wie das früher mit den Eltern war und die Karte nur ausgepackt werden konnte.

00:19:23: Und dann stand man auf einmal vor dem Schild in alle Richtungen oder so.

00:19:28: Dann war Konfuzius-Konfuze.

00:19:31: Ja genau!

00:19:33: Es war ein Änderungswille da.

00:19:36: Und dieser Änderungshille trieb seltsame Blüten?

00:19:38: Lieber Max.

00:19:40: Es gab jede Menge Lösungsvorschläge Und manche davon klingen heute komplett gaga.

00:19:44: Wurden damals aber von den größten Köpfen des Landes ernsthaft geprüft, was mich zur ersten Frage bringt.

00:19:52: Zwei bekannte englische Mathematiker – einer davon Isaac Newton's Nachfolger auf dem Lehrstuhl in Cambridge.

00:20:00: Hier wurde mir im Fact-Check noch angezeigt, dass er ….

00:20:05: Im Jahr neuerneu….

00:20:05: Erh, siebzehnhundertdreizehn als er die Lösung des längeren Problems, die ich jetzt gleich in ABCD fragen stellen werde vorstellte, das er da schon diskreditiert wurde, weil er wohl ein Heretika war.

00:20:18: Aber er war der Nachfolger eine Zeit lang von Isaac Newton auf dem Lehrstuhl in Cambridge hat dann aber mit Äußerungen in der Öffentlichkeit bisschen verkackt.

00:20:28: Welche dieser Lösungsvorschläge oder welcher dieser Lösung vor Schläge gab es wirklich?

00:20:39: Man dresiere Brieftauben, die vom Schiff aus zum Heimathafen fliegen und über ihre Flugdauer die Entfernung verraten.

00:20:46: B – man verankere querüber den Atlantik in festem Abständenschiffe, die jede Nacht zur exakt gleichen Zeit eine Leuchtgranate abfeuern.

00:20:55: C – man ferbe die großen Meeresströmungen dauerhaft ein so dass Schiffe an der Wasserfarbe erkennen wo sie sich befinden.

00:21:02: oder D – man errichte an den Küsten gigantische Spiegel die Sonnelicht über den Ozean werfen.

00:21:09: Okay, also D würde ich schon mal ausschließen weil das ist glaube ich ein riesiges Chaos wenn da jeder geblendet wird.

00:21:16: Bei C wäre jetzt glaube ich auch nicht dabei mit Färben.

00:21:19: Ich weiß noch ob es damals schon so möglich war.

00:21:21: natürlich Färbemittel gab's damals auch schon.

00:21:22: aber es ist schon echt Ja und es muss ja auch irgendwie Wasser bleiben.

00:21:26: deswegen kann ich mir schwer schwer vorstellen dass die da schon irgendwie wasserfeste Farbe hatten und so

00:21:32: Zeug.

00:21:36: Keine Ahnung.

00:21:39: Was war A und B nochmal?

00:21:41: Brieftauben, die zum Heimathafen fliegen.

00:21:44: Und durch die Flugdauer Entfernung messen.

00:21:47: Und B war mannverangere quer über den Atlantik in festen Abständenschiffe, die jede Nacht zur exakt gleichen Zeit eine Leuchgranate abfeuern.

00:21:55: Ich glaube es ist A!

00:21:59: Es ist Antwort B.

00:22:02: Ich und mein Schiff, die Schifftie-Ting!

00:22:04: Aber das ist doch so kacke Alter, da stehen dann die ganze Zeit die Schiffe rum und jedes Mal so Achtung, Achtungen!

00:22:10: Da ist einer der Leuchtgradaten schießt.

00:22:12: okay alles

00:22:12: klar... Also es war ja nur ein Vorschlag.

00:22:14: heißt ihr nicht dass ich ihn gesetzt habe?

00:22:15: Also Signalschiffe mitten im Atlantik.

00:22:18: und der Plan hatte tatsächlich eine Logik.

00:22:21: William Whiston immerhin eben genannter Nachfolger von Newton Und der Mathematiker Humphrey Dittin schlugen vor, in den Hauptschiffer zu ruten Schiffe festzuverankern.

00:22:32: Jede Nacht zur selben Zeit feuert so ein Schiff eine Granate ab, die in knapp zwei Kilometern Höhe explodiert.

00:22:37: Der Kapitän sieht zuerst im Blitz, hört dann den Knall und rechnet aus der Zeitdeferenz seine Entfernung aus.

00:22:43: Im Prinzip gewitter Sekunden zähler nur als Navigationssysteme.

00:22:46: Macht Sinn

00:22:46: auf jeden Fall!

00:22:49: Das Problem war die Praxis.

00:22:52: Schiffe dauerhaft mitten dem Ozean zu verankern... nicht unmöglich.

00:22:59: Also, wir merken lieber Max irgendwie ein wirklich knallhartes Problem und keine praktikablen Lösungen.

00:23:08: Ein externer Anreiz würde Sinn machen.

00:23:11: Whiston & Ditten die eben genannten Mathematiker bringen also im Frühjahr siebzehnhundert vierzehn eine Petition ins Parlament ein sich dem Problem doch mal anzunehmen.

00:23:21: und kurz darauf folgt eine zweite Petition von Kaufleuten und Seeleuten.

00:23:26: Und im Juli steht dann das Gesetz.

00:23:30: So beschließt das britische Parlament den sogenannten Longitude Act.

00:23:37: Das Gesetz mit dem Preisgeld für die Lösung aus unserer Schätzfrage, zwanzigtausend Pfund.

00:23:43: Brutal!

00:23:44: Vier Millionen Euro umgerechnet heute?

00:23:47: Ich glaube sogar mehr weil ja damals.

00:23:50: und es richtet also diese Longitude act.

00:23:55: Oder das britische Parlament richtet eine eigene Kommission ein, die die Einreichungen von Lösungsvorschlägen prüfen soll.

00:24:02: Das sogenannte Board of Longitude.

00:24:06: Und da sitzen die schwersten Geschütze des Königsreichs drin.

00:24:10: Das Gesetz benennt vierundzwanzig Kommissare den königlichen Astronomen Den Präsidenten der Royal Society.

00:24:18: Klingelt da was bei dir?

00:24:24: Hier unsere Freunde vom Südpol.

00:24:28: Der eine wird von der Royal Society auf die Reise geschickt.

00:24:31: Ja gut, die hießen ja damals alle immer mit Roil!

00:24:35: Dann war in diesem Board noch der erste Lord der Admiralität Sprecher des Unterhauses und verschiedenste Mathematikprofessoren aus Oxford & Cambridge also Wissenschaft, Marine und Politik in einem Gremium nur um zu bewerten Wer hat ... Die Lösung, die das Preissgeld des längeren Problems wird?

00:24:56: Die NASA

00:24:56: von damals?

00:24:57: Ja, so eine Art Richtige.

00:24:59: wir gehen jetzt dieses Problem an.

00:25:02: Und dieses Board war nicht nur ne Schürie sondern auch ein Geldtopf.

00:25:06: Man

00:25:06: aber nur Engländer?

00:25:09: Also es war so ne Art Subventionsmaschinerie.

00:25:11: Es konnte Entwicklungszuschüsse vergeben um Erfinder überhaupt erst arbeiten zu lassen im Grunde die erste staatliche Forschungsförderung ihrer Art und sie hielt sich.

00:25:20: Das Board bestand über hundert Jahre bis und finanzierte später auch verschiedenste Expeditionen und Instrumente.

00:25:29: Ein Detail, das viel über den Laden und den Erfolg des ganzen Experiments aussagt – ich piehe noch Stichwort Sessel-Furzer ergänzt!

00:25:40: Nach der Gründung Dreiundzwanzig Jahre lang nicht zusammen.

00:25:49: Die

00:25:49: erste offizielle Sitzung war siebzehnhundertseinunddreißig

00:25:56: und zwar... Hey Jungs, wir haben da noch so einen Verein!

00:25:57: Wir müssen uns mal... ...die

00:25:58: waren so richtig motiviert und das erst vor drei zwanzig jahrelang gar

00:26:02: nicht mehr.

00:26:04: Aber Max,

00:26:05: ich möchte jetzt hier nicht falsch darstellen weil es liegt einfach daran dass halt dreinzwanzzig Jahre dann keine gute Idee kam.

00:26:11: Das ist ja auch ein Problem, da lachen wir jetzt so drüber.

00:26:13: Aber damals war es

00:26:16: ein Problem.

00:26:17: Da sind ganz banale Probleme.

00:26:18: Es sind so brutal schwierig zu lösen!

00:26:21: Ja und ich nutze die Chance jetzt mal... Weil ich hab mir auch gedacht, ja es muss doch nicht jede Woche irgendwie Krieg Tod verderben oder irgendwie Geistige Geschichte haben.

00:26:32: Weil ich interessiere mich auch manchmal so für die kleinen Geschichten.

00:26:36: und

00:26:36: wie kommt was zustande?

00:26:38: Es

00:26:38: ist null wichtig.

00:26:39: also musst du heute nicht wissen was damals passiert ist.

00:26:41: aber ich finde das darum umso interessanter... Aber

00:26:43: wenn wir das jetzt nicht in der Welt hätten dann hätte man jetzt immer noch ein Problem.

00:26:47: Ja, irgendwie fängt's halt.

00:26:48: Klar natürlich durch die Technik und allem drum dran hätte ich es wahrscheinlich irgendwann mal selber gelöst.

00:26:52: aber man muss ja immer den Startpunkt setzen irgendwo.

00:26:55: Ganz genau.

00:26:56: Den finde ich auch immer sehr interessant.

00:26:58: Also das ganze Thema grad so kannst du ja Telefon oder Glühbirne oder sowas wo willst du anfangen?

00:27:05: Das ist ja immer das Thema.

00:27:06: heute hat man das Internet und kann sich überall Informationen mehr erfinden ja eigentlich auch nichts mehr.

00:27:10: wir bauen ja immer nur noch auf Sachen auf

00:27:13: So, mal

00:27:14: ab und zu wird was erfunden oder so irgendwas.

00:27:15: Aber das Thema der Erfinder ist ja schon längst vorbei!

00:27:19: Und das finde ich viel beeindruckender wenn man gar keinen Anhaltspunkt hat und da daraus irgendwie etwas macht, was auf einmal funktioniert... Also das werde ich wahrscheinlich in meinem Leben niemals schaffen und die wenigsten von uns wahrscheinlich schaffen dass wir mal irgendwas erfinden.

00:27:31: aber das stelle ich mir schon echt monumental für ein Individuum vor.

00:27:37: Monumental, gut Stichwort.

00:27:38: Darum dreinzwanzig Jahre lang ist gar nix passiert in Bord und dann... ...seventeenhundert siebendreißig gab's dann was?

00:27:47: weil ein gewisser John Harrison auf dem Plan trat aber zudem später mehr.

00:27:54: Merkt ihr dieses Board das ich hier gerade beschrieben habe jedenfalls gut denn es wird noch zum unbequemen Widersacher in dieser Geschichte.

00:28:03: Was ist denn da los?

00:28:04: Gibt es da etwa Ausreißer?

00:28:07: Mal gucken, was passiert Max?

00:28:09: Ich bin gespannt.

00:28:11: Jetzt aber zur entscheidenden Frage.

00:28:15: Wie genau komme ich jetzt an dieses Preisgeld wenn ich daran will?

00:28:20: Was muss ich tun?

00:28:21: oder anders gesagt wie genau muss eine Lösung sein um die vollen zwanzig Tonnen Pfund zu holen?

00:28:28: Die exakte Bedingung lautete ein halber Grad Längenabweichung nach einer Testfahrt nach West Indien also in die Karibik.

00:28:36: Das entspricht etwa dreißig Sehmeilen.

00:28:39: Und das geht zum Start, also da wo der

00:28:42: Kind drauf gesetzt wird?

00:28:44: Klingt abstrakt, deshalb rechnen wir das mal in Uhrensprache um Eine sechswöchige Atlantiküberquerung.

00:28:52: am Ende darf die Gesamtabweichung nur etwa zwei Minuten betragen.

00:28:58: Sie muss über sechs Wochen darf sie nur zwei Minuten Abweichungen haben.

00:29:02: Ja okay ist es schon nicht einfach.

00:29:04: und das führt uns zu Frage Zwei

00:29:06: Das war die Bedingung für die zwanzig K?

00:29:08: Ja.

00:29:09: Okay.

00:29:10: Übersetzt in die Genauigkeit einer Uhr, wie viele Sekunden pro Tag dürfte eine Schiffsur maximal

00:29:18: verstehen um

00:29:21: die Bedingungen für den Hauptpreis zu erfüllen ist deine Frage Max.

00:29:24: A. Etwa dreißig Sekunden Pro Tag b etwa zehn Sekunden per Tag c etwa drei Sekunden por Tag oder d etwa eine Sekunde pro Woche.

00:29:36: Also, wie lang sind die gefahren?

00:29:37: sechs Monate?

00:29:39: Ich fragte jetzt nicht mehr.

00:29:44: So, waren immer sechs Monate und dann darfst du zwei Minuten Unterschied haben wenn ich richtig zugehört habe.

00:29:52: Äh so, drei nach fünfundsechzig geteilt durch zwei sind hundert...

00:29:59: Was regnest du da?

00:30:00: Hä?

00:30:01: Wieso?

00:30:02: Das ist richtig!

00:30:04: Wir schauen mal, ob ich richtig lege oder nicht.

00:30:08: Lass mich mal jetzt überlegen hier.

00:30:11: Sag nochmal alle Antworten bitte.

00:30:12: Dreizig

00:30:13: zehn oder drei Sekunden pro Tag?

00:30:15: Oder eine Sekunde pro Woche?

00:30:16: Okay, ich sage... Nee das kann jetzt sein.

00:30:29: Ich sage drei sekunden pro tag!

00:30:32: Richtige Antwort.

00:30:34: Und wenn ich jetzt dazu, hier wurden bestimmt anderthalb Minuten kommtrechend Zeit rausgeschnitten.

00:30:40: Ich finde

00:30:41: in der Max hier die wildesten Formeln in seinem Kopf durchgegangen ist für gar nicht mal so eine schwere Rechenaufgabe.

00:30:48: Ich hab's am Ende richtig gehabt!

00:30:49: Ihr könnt mir alle mal... Ja?

00:30:52: Auch du wirst.

00:30:53: Es ist Antwort C rund drei Sekunden pro Tag.

00:30:56: und um einzuordnen wie warnwitzig das war Die besten transportablen Uhren der Zeit verloren auf See oftmals Minuten.

00:31:04: Ja, ja, also stell ich mir vor.

00:31:06: Also heute

00:31:07: noch so... Ich weiß nicht, hast du mal eine aufziehbare Taschenur besessen?

00:31:11: Als Kind hat man sowas... Ich hab sowas vom Opa mal bekommen und da kann ich mich daran erinnern dass ich mir als Kind immer gefragt habe warum meine Uhr so nachgeht obwohl ich die immer richtig morgens immer richtig hier aufgezapselt habe.

00:31:26: Ende des Tages war dann ein Unterschied zu meinem Vater seine Uhr.

00:31:29: Und dann wurde mir das erklärt, dass sie schon älter ist und deswegen immer abweicht.

00:31:33: Egal.

00:31:33: Dann haben dir deine Eltern nichts vom Längenproblem erzählt?

00:31:37: Zugfällig nicht!

00:31:39: Ich glaub die wissen selber nix von dem Problem, bin ich ganz ehrlich...

00:31:45: Also drei Sekunden täglich wochenlang bei Seegang Temperaturschwankung von England bis in die Karibik Feuchtigkeit und Salz Das war ungefähr so Als würdest du heute ausschreiben, baut mir ein verlässliches Bahn- und Schienennetz für Deutschland.

00:32:04: Das war ein kleiner Gag.

00:32:08: Er ist nicht gut angekommen.

00:32:09: Kein Seriöser ist.

00:32:10: schaftlerglaubte, dass eine Uhr das jemals auch nur ansatzweise schaffen könnte.

00:32:16: Ja okay jetzt wird ein Schuh draus.

00:32:18: Sogar

00:32:19: Isaac Newton persönlich erklärte sinngemäß Eine solche Uhr wäre zwar theoretisch der richtige Weg, aber wegen der Schiffsbewegung der Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen sei eine solche Uhr schlicht noch nie gebaut worden.

00:32:30: Übersetzt nette Idee Träum weiter.

00:32:36: Worauf

00:32:37: setzte die Wissenschaft in der Zwischenzeit also statt dessen?

00:32:42: Also was war die Verbesserung zu der vorherigen Methode mit, wir schätzen mal.

00:32:47: Ja da bin ich jetzt mal gespannt Josh weil ich habe keine Ahnung.

00:32:51: Auf den Himmel haben sie

00:32:53: sich verlassen.

00:32:53: Ja, gut auf dem Himmel aber war ja davor schon wegen Breitenklammer.

00:32:57: Die haben Sie doch was im Himmel gefunden?

00:33:00: Die favorisierte Methode hieß Mond-Distanzenmethode und die Grundidee ist eigentlich elegant.

00:33:08: Der Mond wandert relativ schnell vor dem Sternenhimmel entlang wie ein Uhrzeiger auf einem riesigen Ziffernblatt aus Sternen.

00:33:15: Aber man sieht ihn dann nicht den ganzen Tag.

00:33:17: Das ist auch immer ein Problem.

00:33:19: Wenn du den Abstand des Mondes zu bestimmten Sternen exakt misst und tabellen hast, die dir sagen wann der Mond von einem Referenzort ausgesehen genau die Position hat kannst du daraus die Referenzzeit ablesen.

00:33:33: Und damit deinen Längengrad.

00:33:36: Super easy!

00:33:37: Super easy.

00:33:39: Nee, es ist im Gegenteil, das ist ja kacke.

00:33:42: Aber quasi?

00:33:44: Der Himmel als Uhr die man nicht aufziehen muss und die nie kaputt geht.

00:33:48: Das ist auf jeden Fall schon mal gut.

00:33:49: Und das hast du gerade ganz richtig identifiziert.

00:33:51: Die Methode ist brutal aufwendig.

00:33:54: Du brauchst hochpräzise Messinstrumente klaren Himmel exakte Montabellen und dann stundenlange Rechnerei mit Korrekturfaktoren usw.. Ein müder Navigator auf schwankendem Deck nach vier Stunden rechnen, da schleichen sich höchstwahrscheinlich das ein oder andere Mal auch wieder.

00:34:13: Auf jeden Fall!

00:34:15: Und dann kommt noch dazu die Mond-Tabellen, so eine Werteabläsetabelle?

00:34:20: Die genau genug waren gab es anfangs schlicht noch nicht.

00:34:23: also...

00:34:25: Da musst du erst mal hinkriegen, dass alles so genau hinzu.

00:34:27: Ja,

00:34:28: es ist halt mega auf.

00:34:30: Die

00:34:30: Technik war einfach nur nicht soweit!

00:34:32: Ich hätte gesagt Scheiß auf die Länge, wir fahren

00:34:34: gerade aus.

00:34:34: Ja komm ja fahr'n einfach bis da...wenn wir halt irgendwas sehen wie eine Klippe aussieht dann drehen wir halt um.

00:34:42: Naja Wir sind schon Eine Bühne.

00:34:45: Waut sich hier langsam auf.

00:34:46: In der einen Ecke die Astronomen mit ihrer Himmelsuhe.

00:34:49: Die gesamte wissenschaftliche Elite steht erstmal hinter ihnen In der anderen Ecke eigentlich niemand.

00:34:56: Es gibt ja keine andere Ecke bisher, aber dann taucht ein Mann auf mit dem wirklich keiner gerechnet hat.

00:35:02: Die

00:35:02: Lösung für alles hat

00:35:04: John Siener.

00:35:08: Das wär's jetzt!

00:35:09: Aber er ist auch John

00:35:11: und man kann ihn nicht sehen.

00:35:12: Er heißt John Harrison Geboren, sixteenhundertdreinneunzig in Yorkshire aufgewachsen in einem Dorf in Lincolnshire eine Grafschaft in den East Midlands von England.

00:35:24: Und jetzt halte ich fest, der Mann war gelernter Tischler.

00:35:30: Keine Urmacherlehre, kein Studium, keine feine Londoner Werkstatt!

00:35:33: Ein Handwerker vom Land, der sich das Uhrmachen komplett selbst beigebracht hat und den in den siebzehnhundertzwanziger Jahren quasi als Feierabendprojekt Stamtuhr umbaute die schon damals also in seinen jungen Jahren Genauer waren als alles, was die etablierten Meister in London produzieren konnten.

00:35:51: Seine besten Präzisionsuhren wichen etwa eine Sekunde ab – nicht pro Tag sondern pro Monat!

00:35:57: Und dazu auch gleich noch meine dritte Frage zu Harrison's Uhren.

00:36:01: Ich muss ja aber noch etwas erklären?

00:36:02: Big

00:36:03: Change

00:36:03: Nicht Taschenuhren oder sonst irgendwas, sondern Schiffspendeluhren.

00:36:08: Er hat Pendel-Uren gebaut.

00:36:09: Ja, also so was man sich früher die Oma vielleicht noch zuhause hatte, so ein ...

00:36:14: Ja genau und das war schon ...

00:36:16: Und in der Mitte ist halt die Uhr ne?

00:36:18: Und unten dieses Dong-dong-Kind als Pendel halt.

00:36:21: Die hat er sehr genau bauen konnten.

00:36:22: Also er war so eine Art Self ... self educated Uhrenbauer und hat voll krass drauf.

00:36:35: Ich hab mich dann dafür interessiert wie krass war er denn eigentlich?

00:36:38: und frage drei die jetzt gleich kommt dreht sich so ein bisschen darum dass man das man so ein bischen wahrnehmen was es für einer war?

00:36:43: ich meine jeder.

00:36:44: Ich zum beispiel zwei linke hände und du auch zwiesig.

00:36:49: aber es gibt ja so leute im umfeld oder irgendein onkel Der einfach so alles kann.

00:36:54: Weißt du, was ich meine?

00:36:55: Er kann ein Auto reparieren, er kann vom Meer aus den Dach decken, der kann eine Heizung einbauen und fließt und mauert und ähm ja... Elektriker

00:37:04: bis dem

00:37:04: Motorrad auch wie man

00:37:06: Kuh

00:37:06: ausweitet oder sowas.

00:37:09: Also es gibt einfach Leute die können irgendwie alles und ich glaube das ist so einer Und da hab' ich halt n bisschen nach recherchiert und jetzt fange ich mal einfach an dass wir aufs Thema kommen.

00:37:19: Jede Uhr dieser Zeit hat doch einen Grundproblem Uhrenöl wird mit der Zeit zäh und verharzt, die Uhr läuft ungleichmäßig.

00:37:27: Irgendwann bleibt sie stehen.

00:37:28: Harrison umging dieses Problem bei seinen frühen Präzisionsuhren auf eine Weise auf die vor ihm niemand gekommen war.

00:37:36: Wie löste?

00:37:37: Frage drei wie löste Harrison das Schmierproblem seiner frühesten präzitionsrunden?

00:37:42: Bodensahne.

00:37:51: Er liest das gesamte Uhrwerk in einem luftdicht versiegelten Gehäuse laufen, aus dem die Luft abgepumpt war.

00:37:57: Wacke um quasi!

00:37:59: B – erfertigte die Zahnräder aus einem tropischen Hartholz, dass ein eigenes Öl absondert und sich dadurch selbst schmiert.

00:38:06: C – erschnitt die Zahneräder aus elfenbein, das besonders glatt läuft und kein Öl braucht.

00:38:12: D – er überzog sämtliche Metallteile mit hauchdünnem Gold damit sie nicht korrodieren.

00:38:19: Ich nehm b – es hat mir mein Bauch sofort gesagt

00:38:23: Ich sag doch, heute sind sie einfach.

00:38:25: Der Mann war Tischler und natürlich nimmt der Holz.

00:38:28: Zwei Hundert Punkte für dich Max, sehr stark.

00:38:31: Ich hab dich überholt

00:38:32: mein Freund!

00:38:33: Der Mann War Tischler.

00:38:36: Er löst sein Urmacherproblem mit Tischlerwissen.

00:38:39: Macht Sinn?

00:38:40: ne?

00:38:40: Ja

00:38:40: macht Sinn.

00:38:42: Er verwendete sogenanntes Pockholz ein extrem hartes Tropenholz das ständig ein natürliches Öl absondert.

00:38:48: seine Holzer in Getriebe schmierten sich damit praktisch selbst und nutzten kaum ob Kein Öl, kein Verharzen.

00:38:54: Kein Problem.

00:38:57: Kaufen Sie bei Harrison!

00:38:59: Ich habe einen Slogan für den fertig gemacht

00:39:03: Aber das war nicht sein einziger Trick.

00:39:06: Harrison hatte auch das sogenannte Temperaturproblem im Blick.

00:39:09: Metall dehnt sich bei Wärme aus Ein Pendel wird dadurch länger und die Uhr geht nach.

00:39:14: Seine Lösung war der sogenannte Rostpendel Abwechseln Stäber aus Stahl und Messing, die sich unterschiedlich stark ausdehnen und sich dadurch gegenseitig aufheben.

00:39:24: Ergebnis seine besten Standuhren wichen wie bereits erwähnt etwa eine Sekunde ab und zwar nicht pro Tag Max.

00:39:29: Das ist schon heftig ne?

00:39:31: Das ist ja Unterschied wie Tag und Nacht.

00:39:33: Ja und darum habe ich jetzt hier den Satz stehen.

00:39:35: wir haben es also mit einem Macher zu tun.

00:39:38: Einem Uhrenmacher!

00:39:39: Würdest du das unterschreiben?

00:39:42: Ja würde ich unterschreien.

00:39:44: Und dieser Macher liest irgendwann vom Preisgeld.

00:39:50: Der Longitude Act war ja kein geheimen Papier.

00:39:53: Nichts Geheimes oder so,

00:39:55: sondern

00:39:56: landesweites Gesprächsthema.

00:39:57: Zwanzigtausend Pfund für den

00:39:59: macht auch Sinn sowas öffentlich zu machen weil dann sonst wäre das wahrscheinlich das Problem.

00:40:03: heute also nicht aber werden jetzt schnell gelöst worden.

00:40:09: Harrison sitzt in seinem Dorf in Lincolnshire und zieht die eine Schlussfolgerung auf die vorhin keiner kam.

00:40:15: ich baue bereits ziemlich genaue Uhren.

00:40:17: Wenn eine Uhr das Problem lösen kann, dann meine.

00:40:20: Was ihm fehlte ... war aber nicht die Idee?

00:40:22: Die hatte er schon im Kopf!

00:40:24: Sondern Geld und Zugang.

00:40:25: Denn eine Seeur baut man nicht am Küchentisch nebenbei... Also da haben wir sich n Herz, packt seine Zeichnungen und fährt in die Hauptstadt.

00:40:39: Und der ist so beeindruckt von dem Landei, dass er ihm aus eigener Tasche ein zinsloses Darling gibt.

00:40:54: Harrison zieht sich zurück nach Hause und baut fünf Jahre lang an seiner ersten Seeuhr.

00:41:01: Diese erste Seeuher ist heute bekannt als H-I.

00:41:06: Die H- I ist ein Maschinenmonster aus Messing & Holz über dreißig Kilo schwer mit zwei verbundenen gegeneinander schwingenden Balken statt eines Pendels.

00:41:15: Dadurch machten eh die Schiffsbewegungen deutlich weniger aus.

00:41:19: Seventeenhundertsechsunddreißig bekommt die H-Eins ihre Feuertaufe, eine Testfahrt nach Lissabon und zurück.

00:41:25: Und auf der Rückfahrt passierte diese Szene, die Harrison schlagartig zu einem ernstzunehmenden Kandidaten machte.

00:41:32: Als die englische Küste in Sicht kommt hält die Schiffsführung die Landspitze für einen bestimmten Punkt weiter östlich.

00:41:39: Harrison widerspricht auf Basis seiner Uhr.

00:41:41: Nein, das ist eine ganz andere Landzunge.

00:41:44: Ihr legt rund sechzig Malen daneben.

00:41:46: und damit was passiert?

00:41:50: Wir konnten feststellen dass seine Uhr funktioniert.

00:41:53: er behält recht.

00:41:54: Ja die Kommissare des Bauertrennens nicht

00:41:58: der Unterschied ist ja auch so crazy von Eine Sekunde.

00:42:03: Wie war es in der Woche?

00:42:04: aber das waren seine Pendeluren also diese Haar trotzdem.

00:42:07: da war ja noch viel schlimmer wahrscheinlich auf See.

00:42:10: Also die haben das mit der Uhr gar nicht erst probiert, glaube ich vorher.

00:42:13: Weil das ...

00:42:14: Okay, okay.

00:42:15: Aber er hält recht.

00:42:19: und jetzt kommt's nach... Was waren es?

00:42:22: Dreiundzwanzig Jahren treffen sich die Kommissare des Boards.

00:42:25: Wir haben was!

00:42:27: Liebe Kollegen, aber schön jedes Jahr Weihnachten zusammen gefeiert.

00:42:30: Von dem wir ein schönes Geschäftsessen veranstaltet.

00:42:35: Treffen sie zum ersten Mal überhaupt eben wegen dem Tischler und bewildern ihm fünfhundert Pfund Entwicklungsgeld für eine verbesserte Version.

00:42:43: Also die H-Eins hat noch nicht alles erfüllt.

00:42:47: Und jetzt geht die Geschichte weiter, aber in Zeitsprünge!

00:42:51: Weil jetzt kommt ein Charakterzug von Harrison zum Tragen der ja am Ende auch schon ein bisschen tragisch wirkt wenn man so will weil das hatten wir ja auch schon mal in der Da Vinci Folge Gnadenloser Perfektionist und vor allem mit sich selbst.

00:43:08: Also seine zweite Uhr, Haar II stellte er fertig und schickte sie dann nie zum Seetest.

00:43:12: Weil er selbst einen Konstruktionsfehler entdeckt hatte.

00:43:16: Statt zu blaffen und den Preis zu versuchen irgendwie zu ergattern vielleicht mit Glück fing er von neuem an.

00:43:22: An der dritten Uhr Haar III arbeitete er dann sage-und-schreibe, ich schätze mal...

00:43:30: Sieben Jahre!

00:43:31: Neunzehn Jahre.

00:43:34: Also das ist Perfektionismus in Endstufe Und das war

00:43:41: vom Start gebackt, man muss eine Idee haben.

00:43:43: Er

00:43:43: wurde von Bord gedeckt sozusagen also... Die haben ihm jeweils Zuschüsse zukommen lassen, haben ihn über Wasser gehalten.

00:43:52: und am Ende dieser zwei Jahrzehnte kommt Harrison zu einer Erkenntnis die muss ziemlich weh getan haben.

00:43:59: Dann zwar funktioniert

00:44:00: nicht.

00:44:01: denkt er sich dieser ganze Ansatz hier ne Riesenmaschine zu bauen?

00:44:05: der führt in den Sackgasse.

00:44:06: es ist nicht möglich aber und das ist der Wendepunkt Eine Inspiration.

00:44:15: Er hat was anderes entdeckt und das kennt ja jeder mal, ne?

00:44:17: Wenn man sich mal irgendwas Kreatives ausdenkt... Vor allem

00:44:19: wenn so viele Jahre auch ins Land streichen.

00:44:21: Da kommen da immer neue Einflüsse, neue Sachen an die man denkt.

00:44:29: Er hatte sich für Testzwecke eine Taschenuhr bauen lassen nach seiner eigenen Idee mit einer neuartigen Unruhe.

00:44:41: Weißt du zu welch was eine Unruh ist?

00:44:44: Leider nicht.

00:44:46: Also,

00:44:47: keine Unruhe.

00:44:48: Kurzer Ausflug in Uhrentechnik.

00:44:51: Das ist auf jeden Fall die leerreichste Folge bis jetzt!

00:44:55: In alle Richtungen.

00:44:56: Junge Elefanten in den Alpen.

00:44:58: heute gibt's mal ein bisschen

00:45:02: Theorie.

00:45:02: Genau und müssen auch immer ein bisschen trocken sein.

00:45:04: Also

00:45:04: kleine Ausflugs in die Uhrntechnik?

00:45:06: Ja...

00:45:08: Die Unruh ist ein kleines Schwungrad das an einer Der feinen Spiralfeder hängt und dadurch ständig hin- und herschwingt.

00:45:14: Erst in die Einrichtung, dann zurück.

00:45:17: Jeder dieser Schwingungen lässt das Uhrwerk um einen winzigen Schritt weiterlaufen.

00:45:21: Kurz gesagt?

00:45:23: Die Unruh ist für die Taschenuhr das was das Pendel für die Standuhr isst der Taktgeber.

00:45:28: Nur in einer kleineren Formfaktor

00:45:31: ganz genau.

00:45:32: Und dieses kleine Ding lief verblüffend.

00:45:35: gut Harrison erkennt... ...die Lösung war die ganze Zeit nicht die große Maschine Sondern zwar die kleine

00:45:42: Tasche.

00:45:42: Wie ähnlich wie beim Computer, ne?

00:45:44: Bist du so richtig durchprüfbar, musst du auch das Ding erstmal von der Lagerhalle in den Kasten, der unter deinem Tisch passt wandern.

00:45:52: Ja also

00:45:54: man denkt erst mal wir haben ein riesen Problem, wir müssen es riesig lösen aber...

00:45:59: Ja ist aber meistens so, da kann man vieles davon ableiten.

00:46:05: Um das Jahr seventeen hundertneinundfünfzig vollendet Harrison dann sein Meisterwerk namens Haarvier.

00:46:11: also Namensgebungstechnisch hat er sich nicht so viel, aber.

00:46:15: Also der H-Eins bis Haar Vier gemacht haa

00:46:16: vier.

00:46:17: Es war keine direkte Rolex Daytona Speedmaster S-Fünfundvierzig drei Punkt Null.

00:46:24: Ich habe aber jetzt vor ein bisschen nachgucken.

00:46:26: es gibt ganz viele von dieser Haar IV inspirierte Design.

00:46:32: Und diese Uhr, die sieht komplett anders aus als ihre Vorgänger.

00:46:36: Nämlich wie eine bisschen überdimensionierte Taschenuhr.

00:46:39: Was heißt ein bisschen?

00:46:40: Dreizehn Zentimeter Durchmesser ist jetzt nicht riesig-riesig aber schon.

00:46:44: Wäre ja schon lustig wenn so einer, wenn jemand so dastehen würde und so ne große Uhr rausholen

00:46:48: würde.

00:46:49: Knapp anderthalb Kilo.

00:46:52: Okay.

00:46:52: Noch das Stück?

00:46:53: Ihr Herzstück ist eine schnell schwingende Unruh.

00:46:57: Diese Uhr tickt fünfmal pro Sekunde und genau diese schnellen, kräftigen Schwingungen machen sie so unempfindlich gegen das Geschaukel an Bord.

00:47:07: Also quasi entsteht so eine Geschwindigkeit dass es gar nicht mal aus dem Ruder laufen kann weil's halt einfach so schnell läuft?

00:47:12: Ja!

00:47:13: So habe ich das zumindest auch verstanden.

00:47:14: wenn hier irgendeinen Uhrenmacher in den Kommentaren ist

00:47:17: natürlich da kein uns das vielleicht.

00:47:18: ja.

00:47:20: also Side Fact.

00:47:24: Harrison zu diesem Zeitpunkt schon fast siebzig also er hat sein ganzes Leben diesen uhren gebet mit Und für die große Testfahrt schickt er deshalb seinen Sohn William los.

00:47:34: Wir schreiben November, Seventeenhunderteinundsechzig.

00:47:37: William Harrison sticht mit Haarvier an Bord der HMS Depthford in See, Ziel Jamaika, Karibik.

00:47:45: Schon unterwegs zeigt die Uhr was sie kann – William sagt mit ihrer Hilfe die Ankunft bei Madeira früher voraus als die Schiffsführung erwartet und behält recht!

00:47:54: Der Kapitän ist so begeistert dass er den Harrysons an Ort und Stelle die nächste Uhr abkaufen will….

00:47:59: Nach Einen und Achtzig Tagen erreicht das Schiff Jamaika.

00:48:03: Und jetzt bist du dran, Max!

00:48:05: Um

00:48:05: wie viel?

00:48:07: Wich Haarvier nach dieser Einen-und-Achzig-Tägigen Überfahrt von Portsmouth nach Jamaika insgesamt ab?

00:48:16: A.)

00:48:16: Um etwa fünf Sekunden

00:48:19: B.)

00:48:19: Um ungefähr dreiundsechzig Sekunden

00:48:22: C.)

00:48:22: Null Sekunden – sie war zu hundert Prozent genau.

00:48:25: oder

00:48:26: D.)

00:48:28: Um vierzehn Sekunden.

00:48:30: Also wir haben drei, drei, sechszig vierzehnt und null.

00:48:37: Wir haben fünf, dreiechzig, vierzehn-und-null.

00:48:40: ja doch hast du richtig gesagt?

00:48:41: Nee ich hab drei gesagt.

00:48:43: Okay also geil wäre es natürlich wenn die gleich auf Null gehen würde.

00:48:49: aber ich glaube das...ne ich sag hier auch Ich glaub wieder an mein Bauchgefühl und sagt dass war eine perfekte Punterlangenung aus null Minuten.

00:49:00: Die haben's direkt geschafft.

00:49:03: Das ist leider falsch.

00:49:06: Es ist Antwort A, rund fünf Sekunden.

00:49:09: Aber

00:49:10: fast krass!

00:49:11: Also wenn wir mal vergleichen... Das ist ja schon fast Erfindung der Zeitmaschine oder so irgendwas.

00:49:17: Ja also nach fast drei Monaten auf See rund fünf sekunden.

00:49:20: ich sage rund.

00:49:21: die gängige Angabe die auch das National Maritime Museum nennt lautet Fünf Komma Eins Sekunden Nachgegangen.

00:49:30: Das entspricht

00:49:31: brutal.

00:49:32: Da entspricht einem Positionsfehler von etwa einer Seemeile.

00:49:36: Gefordert waren unter dreißig.

00:49:39: Und vorher waren sie bei sechzig oder siebzig?

00:49:42: Errissen hatte die Anforderung nicht einfach erfüllt, er hat sie pulverisiert.

00:49:46: Jetzt kleine Ehrlichkeitsfußnote.

00:49:49: weil wir es genau nehmen in diese Rechnung flosst die vorher bestimmte Gangrate der Uhr ein also ihre bekannte gleichmäßige tägliche Abweichung die man vorher schon herausrechnet.

00:50:02: Das ist aber kein Mogeln.

00:50:03: Ich verstehe es auch nicht ganz, das trage ich hier wirklich einfach nur blank vor.

00:50:09: Da habe ich mich echt jetzt ein bisschen vorhin in Google verloren um das zu verstehen sondern ist bei Chronometern Standard also so ein bisschen...

00:50:16: In meiner Rechte quasi mit einer bestehenden

00:50:20: Ungenauigkeit

00:50:21: und berechtet diese Ungenauerkeit.

00:50:23: und darauf sagt man dann okay gut Ein Berechnung dieser Ungenauigkeit.

00:50:27: ist es so.

00:50:27: und soweit davon entfernt.

00:50:28: So will ich's jetzt gar nicht mal mir selber erklären.

00:50:31: Und darum bemängeln die Kritiker damals auch, dass sei nicht sauber genug dokumentiert gewesen ist?

00:50:36: Joa komm jetzt sind sie aber pingelig ey!

00:50:40: Von sechzig Sehmeilen auf ein und trotzdem noch so rum... Ja weil wenn das preisgeldig ausgezahlt werden sollte wollte.

00:50:46: Hundertprozentig.

00:50:47: Dann hat er gesagt Scheiße wir haben zu viel Geld versprochen.

00:50:50: Herr Maxi drüßt sich gerade bisschen den Nagel auf dem Kopf.

00:50:53: Tja

00:50:54: Weil jetzt müsste man ja denken, die Geschichte ist vorbei oder?

00:50:57: Nee!

00:50:58: Jetzt kommt der Harrison.

00:50:59: Feierabend...

00:51:01: Der Arm-Harrison ey.

00:51:03: Stattdessen beginnt hier das eigentliche Drama.

00:51:06: Das Board erkennt das Ergebnis nicht an.

00:51:09: Die Testfahrt sei formalen nicht ausreichend gewesen.

00:51:13: Das könnte auch Glück gewesen sein.

00:51:15: Ich muss hier zu meiner Ehrenrettung sagen Sie hatten tatsächlich Messmethodische Gründe angeführt, um das zu kritisieren.

00:51:24: Also rein formal kann man sagen... Ist nicht ganz sauber abgelaufen Mr.

00:51:29: Harrison?

00:51:30: Okay okay

00:51:31: aber also in großen und ganzen war es derart gut dass wir auch sagen können

00:51:36: Kommst schon!

00:51:37: Also du hast echt viel gemacht über die neunzehn Jahre.

00:51:39: jetzt nimm das mal und genieß dein Lebensabend.

00:51:43: ja also eine einzelne fahrt würde gar nichts beweisen.

00:51:47: Ergebnis, neue Testfahrt.

00:51:49: Diesmal Barbados.

00:51:53: Und wer fährt als wissenschaftlicher Prüfer mit bzw voraus?

00:51:58: Das kannst du nicht wissen, rhetorische

00:52:00: Frage!

00:52:01: Ein junger ergeiziger Astronom namens Neville Maskelin.

00:52:06: Seines Zeichens glühender Verfechter der Mond-Distanzen-Methode also der Konkurrenzmethode.

00:52:16: Jetzt geht's los.

00:52:17: Merke dir den Namen, Neville Masculine.

00:52:20: Neville-Masculine!

00:52:22: Das Ergebnis von Barbados mit strengeren Messmethoden HA IV weicht nach siebenundvierzig Tagen um neununddreißig Komma zwei Sekunden ab Immer noch etwa dreimal besser als für den vollen Preis gefordert.

00:52:38: Noch mal zur Auffrischung Gefordert war eine halbe Grad aber auch nur für den Vollenpreis.

00:52:43: Also rund dreißig Sehmeilen Ungerechnet, grob zwei Minuten Gesamtfehler über die Zeit.

00:52:50: Verstanden?

00:52:50: Mhm.

00:52:52: Und

00:52:52: Jamaika lag bei etwa eins Komma drei Sehmeilen Barbados bei knapp zehn.

00:52:56: Beide fahren haben die Bedingungen locker erfüllt.

00:52:59: Knocked it out of the park!

00:53:00: Aber Barbados eben nur um Faktor Drei statt Umfaktor zwanzig aber im Endergebnis beide Male vollends erfüllt.

00:53:08: Boah ist sie Kohle.

00:53:09: Man muss fairerweise dazu sagen.

00:53:11: der Mescalines mit seiner Munddistanzen Methode ist auch mitgefahren Und seine Methode lieferte auch ein ordentliches Ergebnis und hatte eine Genauigkeit von dreißig Malen, aber eben mit Stunden langer Rechnerei.

00:53:27: Anfang siebzehnhundertfünfundsechzig muss das Board offiziell anerkennen die Uhr erfüllt die härtesten Bedingungen des Gesetzes und zahlt trotzdem nicht aus.

00:53:37: Hey mein Gott!

00:53:38: Stellt es uns geben?

00:53:39: Dadessen wird per neuen Gesetz nachverhandelt Zehntausend Pfund, aber erst wenn Harrison das Innenleben seiner Uhr vollständig offen legt.

00:53:49: Also gibt da eine Idee her?

00:53:51: Dann kommst du an dein Geld!

00:53:55: Ja ja, oft so.

00:53:56: Die

00:53:56: zweite Hälfte ist, dass auch andere Urmacher solche Uhren nachbauen können.

00:54:02: Aber dann sehen wir das Stichwort Leben und leben lassen, das war damals schon ein Thema was nicht jeder verinnerlichen konnte.

00:54:10: Ganz genau Und dann wird es richtig bitter.

00:54:14: Ausgerechnet Meskelin wird, in den letzten Jahren, zu einem Königlichen-Astronomen

00:54:20: ernannt.

00:54:21: Und sitzt damit von Amtswegen im Bord das über Harrison's Geld entscheidet.

00:54:26: Der oberste Vertreter der Konkurrenzmethode ist jetzt Harissons Prüfer.

00:54:30: In den ersten Jahren lässt er sich Haarvier aushändigen und testet sie zehn Monate lang in Greenwich.

00:54:39: Sein Urteil fällt vernichtend aus.

00:54:41: Harrison wirft ihm daraufhin unfaire Testbedingungen vor und er streit eskaliert über Jahre im verschiedensten Pamphleten- und Zeitungssatil, gab ein bisschen Beef.

00:54:51: Ja, aber ich war richtig empört als Harrison!

00:54:54: Jetzt bist du seit siebzig Jahre alt, hast gedacht wow!

00:54:57: Jetzt habe ich's hier, na?

00:54:58: Er hat ja auch eine Lösung gemacht die alle Rahmenbedingungserfüll'n... Und dann auf einmal dies.

00:55:05: Dann muss er noch dagegen kämpfen.

00:55:08: Legt sein Uhrwerk schließlich offen.

00:55:10: Bekommt die ersten Zehntausend Pfund.

00:55:13: Ja gut, man muss das

00:55:13: sagen ist auch immer noch ein Aufenkohle aber er hat ja auch seinen Leben dafür geopfert.

00:55:17: Also weil es war sein Lebenswerk.

00:55:19: Da sind immer noch zwei Millionen Euro umgerechnet aber trotzdem.

00:55:22: Harrison legt sein Urwerk schliesslich offen.

00:55:24: Er bekommt die ersten zehntausend Pfunden und beißt sich an der

00:55:28: zweiten

00:55:28: Hälfte jahrelang die Zähne aus.

00:55:31: Inzwischen ist da ein sehr alter Mann.

00:55:35: Er baut mit seinem Sohn Er baut mit seinem Sohn eine fünfte Uhr, H-Fünf.

00:55:41: Und weil er nicht weiterkommt, wagt die Familie den letzten Zug.

00:55:46: der Ingen bleibt.

00:55:48: Sie wenden sich direkt an König George

00:55:50: III.,

00:55:50: und der selbst ein begeisterter Hobby urennah lässt H-fünf zehn Wochen lang unter eigener Aufsicht testen – Ergebnis etwa eine drittel Sekunde Abweichung pro Tag!

00:56:03: Der König ist über

00:56:04: die Sekunde.

00:56:06: Also er hat es noch mal verbessert, der König is überzeugt und stellt sich demonstrativ hinter die Harrisons.

00:56:12: Die Überlieferung legt ihm dabei den schönen Ausruf in den Mund.

00:56:16: sinngemäß bei Gott Harrison's.

00:56:18: Ich sorge dafür dass ihnen Gerechtigkeit widerfährt.

00:56:21: Das hört sogar real an.

00:56:23: Aber dieses Zitat ist überliefert von dem Umfeld der Familie Harrison Und man weiß nicht ob's wortwörtlich so viel,

00:56:31: aber das hört sich auf jeden Fall nach der Zeit an.

00:56:33: Gesichert ist aber, eine Sache nehme ich das Ergebnis.

00:56:36: Aufbetreiben des Königs und nach einer Petition ans Parlament erhält Harrison, Die vollen zwanzigtausend Pfund wurden als Preis nie an irgendjemandem ausgezahlt.

00:57:08: Muss man einmal jetzt fairerweise dazu sagen?

00:57:11: Rechnet man alles zusammen, was Harrison über die Jahrzehnte an Zuschüssen und Zahlungen bekommen hat, landet man bei gut dreihundzwanzig tausend Pfund also unterm Strich auch ein bisschen mehr als der Preis.

00:57:23: Er starb aber drei Jahre später im Herzen siebzehntsechsten.

00:57:28: Bitte wahrscheinlich am seienachtzigsten Geburtstag Wobei sein exaktes Geburtsdatum nicht ganz gesichert ist, was ich ein bisschen lustig finde.

00:57:36: Das der Typ, der so krass war und weiß, wann er Geburtstag hat oder Mann nicht weiß, wenn er Geburzstag hat Ja aber löst die Uhr denn nun wirklich das Problem in der Praxis?

00:57:47: Also hat damit die Welt verändert.

00:57:50: Dafür braucht es den ultimativen Härtetest Lieber Max Und den liefert er.

00:57:55: Die Bombe wird gedroppt.

00:57:57: Ein berühmter Seefahrer dieser Epoche.

00:58:00: Das Board hatte nämlich ganz im Sinne der reproduzierbarkeitsfrage beim Uhrmacher Lorcom Candle, ein exakter Kopie von H-Viren Auftrag gegeben.

00:58:10: Genannt K-Eins!

00:58:14: Die waren ja also...

00:58:17: Und jetzt schau mal drauf was da raus wurde bis.

00:58:19: K-Elf.

00:58:23: Hat zehn Versionen gebraucht bis da eine Fans-Serie wurde.

00:58:30: Kommt aber jeden Tag zu seinem Urteil.

00:58:32: Ja, richtig!

00:58:34: Aber Spaß beiseite.

00:58:35: damit zur Letzten verraten.

00:58:38: Welcher legendäre Entdecker nahm die H-IV-Kopie K-I mit auf eine jahrelange Weltumsegelung und schwärmte danach in höchsten Tönen von ihr?

00:59:04: Dann ist eine gute Frage.

00:59:06: Also der einzige Name, den ich kenne, ist Francis Drake?

00:59:13: Glaub' ich...

00:59:14: Die Bandern hast du noch nie gehört!

00:59:17: Ja doch bestimmt mal aber halt nie so, dass das in meinem Kopf blieb.

00:59:22: Lesen wir vor.

00:59:23: Horatio Nelson James Cook

00:59:25: Lord of

00:59:26: the Beckett

00:59:28: Ja, Cutlerbeck- Ich hab alle schonmal gehört Aber Francis Drake habe mich am öftesten gehört.

00:59:35: Äh, aber der war's glaub ich nicht.

00:59:38: Ähm... Ich geh für Beckett.

00:59:44: Ich weiß das net!

00:59:46: Ja, was du sagst jetzt gewählt?

00:59:47: Ich muss lachen weil es die geilste Antwort ist.

00:59:49: Weil ich hab hier einen von Flucht der Karibik mit reingeschmuggelt.

00:59:53: Ist das der?

00:59:54: Das ist Lord Gaddler Beckett!

00:59:55: Okay,

00:59:57: ich hab ihn schon mal gehört

00:59:58: ja?!

00:59:59: Und Francis Drake ist, glaube ich von Uncharted.

01:00:02: Aber ich glaub den gab's doch auch in echt.

01:00:04: Den gab es auch in erzitieren.

01:00:05: Die anderen gab's alle in echt nur Kattlerbecken.

01:00:07: Das ist der von der East India Trading Company.

01:00:15: Also die richtige Antwort ist C

01:00:20: James Cook auf...

01:00:21: Auf seiner zweiten großen Südsee-Reise von siebzehnhundertzweinzig bis siebsehundertfünfundsiebzig hatte er K.Eins an Bord, drei Jahre vom Gpackeiß der Antarktis bis in die Tropen und die Uhr lief und lief ... guck!

01:00:34: Anfang selbst skeptisch wurde zu ihrem größten Fan In seinen Aufzeichnungen nennt er sie sinngemäß seinen zufälligen Führer und treuen Freund The Watch.

01:00:44: Wenn einer der besten Navigatoren der Welt nach drei Jahren Weltumsegelung so über eine Uhr spricht, ist die Debatte im Grunde entschieden.

01:00:53: Kleiner Tisa am Rande Eine weitere Candle-Copy, KII landete ein paar Jahre später übrigens auf einem Schiff namens Bounty.

01:01:03: Aber das ist Stoff für eine weitere Folge Weil ich weiß nicht ob du von der Bounty schon mal was gehört hast.

01:01:10: Ja, ja.

01:01:11: Man hat auch schon mal was gehört

01:01:13: hier.

01:01:13: Ist eine sehr, sehr coole Geschichte.

01:01:15: die werden wir auch irgendwann mal bestimmt erzählen.

01:01:18: Bestimmt!

01:01:18: Die Seefahrt an sich und die Piraten... Ich liebe diese Geschichte immer.

01:01:24: Das finde ich auch immer.

01:01:25: Es ist zwar viel auch... Also das war jetzt natürlich ne sehr faktenumwobene, wie man einfach auch so gesagt haben Folge.

01:01:31: aber es ist auch viele so ein bisschen Sage und allem drum dran.

01:01:34: Aber ich finde das cool.

01:01:36: Das ist ja auch der schöne an Geschichte dass vielleicht nicht alles Ja, so stattgefunden hat weil auch alles vielleicht ein bisschen langweiliger ist.

01:01:43: Man kennt es ja aus dem Alltag wenn man sowas Monumentales passiert das meistens jetzt nicht so... So monumental wie man sich das vorstellt wenn sowas passiert aber die Überlieferung machen's dann immer etwas spannender.

01:01:57: Das können auch zu Geschichte dazu finde ich.

01:02:01: Nicht

01:02:01: nur immer Fakten aber heute haben wir Glaube ich alle sehr viel dazugelernt, gerade den Thema Uhren und Zeit.

01:02:08: Und wie das Ganze hier überhaupt funktioniert?

01:02:13: Ich bin noch gar nicht fertig.

01:02:15: Ihr könnt einfach mal so zusammengefasst für mich... Achso, ich dachte, ich würde dich ja nicht rausschmeißen.

01:02:19: Keine Sorge!

01:02:19: Ich dachte

01:02:20: du bist hier schon im Ammonerationsmodus.

01:02:21: Sorry für die Fehlinterpretation.

01:02:23: Nur einfach einmal so für mich festgestellt dass es heute eine lehrreiche Episode war bzw.

01:02:28: alle immer lehrreich aber die besonders.

01:02:31: Dankeschön.

01:02:32: bitte bleibt die Abschlussfrage Wer hat nun eigentlich gewonnen, die Uhr oder der Mond?

01:02:38: Stimmt wer.

01:02:39: Und wie?

01:02:39: ehrliche Antwort lautet... Erst mal beide!

01:02:43: Meskelin hatte parallel etwas geschaffen das man fairerweise würdigen muss.

01:02:47: Ab siebzehntundsechzig gab er nämlich den Nortical Almanac heraus.

01:02:51: Vorberechnete Montabellen, die die stundenlange Rechnerlei der Mund-Distanzenmethode auf ein erträgliches Maß eindampften.

01:02:59: Die Grundlage dafür lieferten übrigens die Montafeln eines deutschen Astronomen, Tobias May aus Göttingen mit dem deutschischem Namen.

01:03:07: Nein, das ist der deutscheste.

01:03:09: Und dessen Witt für bekam vom Bord dafür immerhin dreitausend Pfund?

01:03:13: Also da haben sie dann das Preiskill quasi in der Hergeschmissen...

01:03:16: Der Arme Harrison, der dreht sich im Grab um!

01:03:19: Es ist aber gar nicht so wichtig mit den Deutschen.

01:03:20: ich wollte es einfach nur nennen weil ich gelesen habe, da war ein Deutscher mit involviert.

01:03:24: Deutschland?!

01:03:25: Ähm ... ja.

01:03:28: Chronometer blieben noch Jahrzehnte sündhaft teuer, also Chronometer-Uren.

01:03:34: Und deshalb navigierte man auch eine lange Zeit zweigleisig sozusagen die Uhr für den Alltag der Mond zur Kontrolle oder eben umgekehrt je nach Budget was man hat und erst ab dem frühen ninetejahrhundert als chronometer günstiger und massenhaft verfügbar wurden setzte sich Haronsens Prinzip endgültig durch und wurde zur Standardausrüstung jedes Ozeanschiffs Zum großen Bogen, lieber Max.

01:04:02: Erinnerst du dich an den Kerngedanken vom Anfang?

01:04:07: Nö!

01:04:10: Längengrad ist Zeit.

01:04:12: Ah ja okay

01:04:13: Wer die Zeit eines Referenzortes präzise mitführt weiß wo er isst.

01:04:18: Jetzt zieht den Gedanken mal ins.

01:04:20: heute Dein Handy bestimmt seine Position über GPS Und GPS ist nichts anderes als Harrison's Idee of Crack.

01:04:28: Satelliten mit Atomuhren an Bord funken ihre exakte Zeit, dein Handy vergleicht die Signale und errechnet daraus seine Position.

01:04:36: Es ist das selbe Prinzip Positionsbestimmung durch mitgeführte hochpräzise Zeit – nur dass die Schiffsuhr in Anführungszeichen heute im Orbit fliegt!

01:04:45: Die zweitausend Männer von den Skilli-Inseln starben womöglich an einem Problem, das heute jedes Smartwatch im Vorbeigehen löst.

01:04:53: Und dem Grundstein dafür legte kein Professor keinen Admiral sondern ein Sturer-Tischler aus Lincolnshire, der etwas gebaut hat.

01:05:01: Das Isaac Newton persönlich für unmöglich hielt und damit Maxima am Ende der Folge anbekommen.

01:05:06: Das

01:05:07: ist doch ein schöner Abschluss!

01:05:08: Da können wir mal die Leistung vom Harrison richtig schön hervorheben.

01:05:13: Ja schreibt mal eine Eins für Harrison in den Chat.

01:05:17: Genau Ja, das sind immer so Leute.

01:05:22: So Newton und Isaac Newton und ... So Leute wie Isaac Newton, Tesla und allen drüber.

01:05:31: Die kennt man aber solche.

01:05:34: Ich sag mal unbekanntere...

01:05:37: Und was ich halt krass fand, es war jetzt nicht der Prototyp Erfinder?

01:05:40: Das

01:05:41: war einfach ein normaler Handwerker.

01:05:44: Der hat einfach Bock drauf gehabt und sich so in seine Profession rein gefressen.

01:05:53: Das war am Ende der Beste, oder?

01:05:55: Ich glaube sein Vorteil war einfach dass er das relativ schnell mit diesem Holz gehabt hat.

01:05:59: Dass er diesen Problem schon mal entgegenwirken konnte und daraufhin hat er ja quasi immer nur aufgebaut.

01:06:04: dann.

01:06:05: Ja und verschiedene Prinzipien und dann hat er hier mal eine Eingebung verbessert.

01:06:10: Ohne seinen Tischler Knowledge hätte er niemals dieses Holz gehabt.

01:06:16: Aufruf an die jüngeren Zuschauer, lernt was gescheites.

01:06:19: Dazu wie wir?

01:06:19: Nicht

01:06:20: Spaß!

01:06:22: Ja also wirklich...

01:06:24: ich

01:06:25: kannte diese Geschichte schon in groben Zügen.

01:06:27: Ich hab noch nie was drüber gehört muss ich ganz ehrlich sagen.

01:06:31: Dass

01:06:31: es das Längengrad und Breitengrad gibt ja klar aber nichts über die Historie

01:06:37: konnte.

01:06:37: Das ist nicht ein Orden.

01:06:39: Und ich hab gedacht, könnt ihr auch mal gern Feedback dazu geben.

01:06:42: Ob ihr diese Folge jetzt mal langweilig fandet?

01:06:44: Könnt ihr ruhig ehrlich sein, ob es lieber was anderes sein soll?

01:06:47: Aber ich finde man sollte... Also wir haben ja bei diesem Geschichts-Podcast uns vorgenommen wirklich alle Themen die uns in irgendeiner Art und Weise interessieren.

01:06:55: Genau!

01:06:56: Mit ein bisschen Wissen mit ein bisschen Unterhaltung mit unserem Gelaber dazu so aufzubereiten dass es uns halt Spaß macht und wir hoffen natürlich das es euch auch Spaß macht.

01:07:04: Das glaube ich.

01:07:04: Und so gehen wir hier an das ganze Ding ran.

01:07:07: Und warum auch ein anderes Thema?

01:07:09: Ja, Schublade die wir noch gar nicht bedient haben.

01:07:11: Nee, so Erfindungen haben wir wirklich noch gar nix gehabt ne?

01:07:15: Aber gehört ja auch...ja gut, gehört halt auch zu Geschichte dazu, ohne die Erfindung wenn man jetzt kein Podcast aufnimmt.

01:07:23: Gebe ich dir recht!

01:07:24: Da hätte mir jetzt noch die Drifthaube gebraucht.

01:07:27: Ja Max damit würde ich es auch für heute abrollen.

01:07:30: Es steht

01:07:30: in den Siebenhunderts und wie viele Fragen hattest du richtig?

01:07:34: Ja da zwei richtig, siebenhundert zu Sechshundertfünfzig?

01:07:39: Nee.

01:07:39: Warte, es steht...

01:07:41: Siebenhundert zu fünfter

01:07:42: fünfzig oder?

01:07:43: Ne, siebenhundert zu sechshundert Fünfzig.

01:07:46: Au!

01:07:46: Sechshunderdfünfzig zu Fünfhundert war vor der Folge.

01:07:48: Es stelle jetzt siebhunderd zu sechshundertfünftig für Dich mal.

01:07:52: Sehr

01:07:52: interessant.

01:07:52: Du legst

01:07:53: vorne

01:07:54: Jaa.

01:07:55: Hättest

01:07:55: du heute richtig geschätzt?

01:07:56: Alter Schwede, du warst ja so krampfer.

01:07:58: Ja, alter Schwede.

01:07:59: Aber Tja,

01:08:00: Lebe geht weiter

01:08:01: beim nächsten Mal vielleicht.

01:08:03: Also

01:08:03: wir hören uns.

01:08:03: nächste Woche folgt uns auf allen Plattformen.

01:08:05: machts gut schau-schau-tschau.

01:08:07: Macht's gut, ciao!

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